SAP IT Infrastructure Management

FAQ – SAP IT Infrastructure Management

 

 


 

Was genau bedeutet SAP IT Infrastructure Management?

Infrastruktur meint alle IT-Komponenten, die nicht bereits im SAP Solution Manager abgedeckt sind, wie SAP-Systeme selbst und deren Betriebssysteme und Datenbanken.

Management umfasst die Aufgaben des täglichen Betriebs und damit auch die Aufgaben der Planung und der Analyse. Diese sind: Monitoring und Alarmierung, Konfiguration, Inventarisierung, IT Asset Management sowie alle Aufgaben des IT Service Management bezogen auf diese IT-Komponenten.

Das SAP IT Infrastructure Management enthält eine CMDB (Configuration Management Database), auf der all diese Disziplinen aufgebaut sind. Weiterhin liegen sämtliche Daten (Asset-, Konfigurations- und Monitoring-Daten) in dieser CMDB.

 
 
 

Welche Infrastruktur-Komponenten können mit SAP IT Infrastructure Management überwacht werden?

  • Netzwerkgeräte (Switch, Router)
  • Drucker
  • Speichergeräte (SAN)
  • Server
  • Virtuelle Server
  • PC
  • PC-Software als Inventar
  • Mobile Geräte als Inventar
  • Andere auf Anfrage
 
 
 

Was ist eine CMDB?

Eine CMDB (Configuration Management Database) enthält Daten über Applikationen, PC-Software und mobile Software, Systeme und Komponenten und deren User. Sie ermöglicht eine 360° Sicht über die gesamte IT-Infrastruktur.

Darüber hinaus werden wichtige Attribute wie beispielsweise Herstellerinformationen (z.B. Release- und Patch-Informationen) aktuell vorgehalten, aber auch kundenspezifische Daten wie Standort oder Kontraktinformationen. Diese Daten sind durch sogenannte Relationen miteinander logisch verknüpft. Sie sind entscheidend, um das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten darstellen zu können.

Eine professionelle CMDB löst die manuelle Bestandsführung, z.B. in Excel, ab und integriert den IMACD-Lebenszyklus (Install, Move, Add, Change, Dispose). Sie kann mehrere verschiedene Daten-Silos zusammenführen. Sie erhebt Daten soweit wie möglich automatisch und erlaubt eine manuelle Pflege der Daten, wo keine automatische Erhebung möglich ist. Dies betrifft nicht nur die Daten an sich, sondern auch deren Beziehungsgeflecht (Relationen).  Sie kann auch weltweit verteilte IT-Landschaften darstellen und ist nicht begrenzt auf lokale Netze.


Ein konsequentes Datenmodell mit einer sinnvollen Normalisierung der eingelesenen Daten dient ebenfalls einer nachhaltigen Datenpflege, um Daten vergleichbar und verständlich zu machen.

 
 
 

Welchen Nutzen hat eine CMDB?

  • Die CMDB führt zu einer höheren Qualität im IT Service Management
    Der Betriebsstandard ITIL definiert nicht nur die CMDB als zentralen Speicher aller IT-bezogenen Information, sondern auch als den zentralen Speicher der darauf beruhenden Service-Prozesse.
    Anhand der in der CMDB hinterlegten Relationen von IT-Assets zu Unternehmensprozessen und IT-Services lassen sich die Auswirkungen von Störungen auf das Unternehmen schneller eingrenzen. Die IT kann zielgerichteter und kundenorientierter arbeiten, der IT-Service gewinnt spürbar an Qualität. Auch für einen anstehenden Wechsel von eingesetzten Technologien liefert die CMDB wichtige Planungsinformationen.

    Durch die Nutzung der Daten in der CMDB für die Planung und Risikoabschätzung von durchzuführenden Änderungen im Rahmen des Change Managements reduziert sich das Risiko einer Änderungsaktion dadurch deutlich.
  • Die CMDB ermöglicht eine schnellere Behebung von Störungen
    Eine CMDB enthält auch Daten aus dem klassischen Monitoring oder End-to-End-Monitoring, das die tatsächliche Benutzersicht abbildet. Über Relationen lassen sich Disziplinen wie eine Root-Cause Analyse perfekt abbilden. So können Ursachen für Störungen deutlich schneller erkannt und behoben werden.
  • Die CMDB verhilft zu einer besseren Kalkulation von Kosten und Preisen
    Hard- und Software stellen immer noch einen Kostenfaktor dar. Daher ist für Service- und Produktkataloge die CMDB die entscheidende Basis, um Kosten und Preise zu kalkulieren und bei Bedarf eine produktbasierte Leistungsverrechnung durchzuführen.
  • Die CMDB verbessert die Sicherheit in der IT
    Eine CMDB kann einen wertvollen Beitrag zur IT-Sicherheit liefern. Sie zeigt auf, welcher Benutzer welche Hardware und Software nutzt und hilft damit beispielsweise potenzielle „Backdoors“ zu finden.
 
 
 

Können andere Lösungen an die CMDB in SAP IT Infrastructure Management angebunden werden?

Ja, die CMDB verfügt über Standardschnittstellen.

 
 
 

Welche Module des SAP Solution Manager müssen implementiert sein, um die Integration vollständig nutzen zu können?

  • SAP Solution Manager im Release 7.1
  • SAP Solution Manager – ServiceDesk
  • SAP Solution Manager - ChaRM 
  • SAP Solution Manager – E2E
  • SAP Solution Manager – Landscape Explorer
  • SAP Solution Manager – LMDB
  • SAP ERP

Hier finden Sie Details zu den einzelnen Modulen und unseren Beratungsleistungen.

 
 
 

Welche Endbenutzerfunktionalität stellt SAP IT Infrastructure Management zusätzlich zu den SAP Solution Manager Modulen zur Verfügung?

  • Infrastructure Monitoring, Alarming, Reporting, SLA
  • Dependency Walker
  • Asset und Inventory Management
  • Configuration Management
  • Provisioning
  • Dashboards
 
 
 

Was ist der Unterschied zwischen ALM und IMACD?

ALM steht für für Application Lifecycle Management. SAP ALM steht für die Abdeckung der Lebenszyklen einer SAP-Applikation bzw. eines SAP-Systems (Installation, Konfiguration, Kundenentwicklung, Test, Deployment und Betrieb).

IMACD steht für Install, Move, Add, Change, Dispose und steht für den IT-Lebenszyklus von Infrastrukturkomponenten.

 
 
 

Aus welchen Komponenten ermitteln sich die Lizenzkosten für SAP Infrastructure Management?

  • SAP IT Infrastructure Management – Management Instance
    Management Instance ist definiert als eine Installation für die Management Site Software. Diese wird mindestens einmal benötigt und so oft wie man an Standorten aktives Monitoring und Management betreiben möchte.
  • SAP IT Infrastructure Management – Device Model
    Device Model ist definiert als alle Geräte, die zu einer Herstellergerätefamilie gehören. Mehrere Gerätetypen können dabei zu einer Gerätefamilie gehören. Eine Liste ist hier verfügbar. Es werden auch Standardfunktionen von SNMP-fähigen Geräten unterstützt, deren Device Model nicht aufgeführt ist. Standardfunktionen beinhalten z.B. den Zugriff auf Basis von Rohdaten (MIBs) durch mitgelieferte Spezial-User Interfaces.
  • SAP IT Infrastructure Management – Discovery Site
    Discovery Site ist definiert als eine Installation einer Discovery Site Software. Diese wird typischerweise an Standorte ausgerollt, um das aktive Discovery in das lokale Netzwerk zu verlagern und es dadurch zu beschleunigen. Sie dient dazu, die IT-Landschaft im jeweiligen Standort zu erfassen und Änderungen zu erkennen.
  • SAP IT Infrastructure Management – Device
    Device (auch als Node bezeichnet) ist definiert als jedes IT-Landschaftselement, das automatisch im Netzwerk erkannt wird oder manuell in die Datenbank hinzugefügt wird. Devices können sein: Router, Switche, Drucker, Server, PCs etc.
 
 
 

Welche Beratungspakete gehören zu SAP Infrastructure Management?

Für die Implementierung des Basissystems sind folgende Standard-Implementierungspakete erhältlich. Weitere Leistungspakete lassen sich modular zu einem Gesamtkonzept für die Implementierung zusammenstellen.

  • SAP IT Infrastructure Management Proof-of-Concept
    Basierend auf Ihren Anforderungen und gemäß einem vereinbarten Scope, werden in einem Proof-of-Concept die Leitungsmerkmale und Funktionen beispielhaft für Sie in Ihrer Landschaft implementiert.
    Sie können sich von der leichten Implementierung und den herausragenden Funktionen von CMDB, Asset & Inventory und Infrastrukturdokumentation überzeugen.
  • SAP IT Infrastructure Management - Jump Start Package
    Der erfolgreiche Einsatz von Tools wie SAP Solution Manager und SAP IT Infrastructure Management ist oft abhängig von der klaren Definition eines Roll-out-plans. Typischerweise werden in Pilotprojekten solche Definitionen durchgeführt und für den produktiven Einsatz fit gemacht. Dennoch muss das Pilotprojekt keinen Kostenrahmen sprengen und kann exemplarisch für die Gesamtlandschaft gelten. Mit dem Jump-Start Package erhalten sie die Möglichkeit, schnell solch ein Pilotprojekt umzusetzen oder in kleinen Landschaften schnell Ergebnisse zu sehen. Dieses Leistungspaket ermöglicht Ihnen in wenigen Tagen, in einem voll funktionsfähigen Basissystem Tests und Konfigurationen vorzunehmen.
  • SAP IT Infrastructure Management - Strategieberatung
    Im Rahmen Ihrer/s SAP Solution Manager Installation/Upgrades unterstützen wir Sie gerne in der Erstellung einer sinnvollen und kosteneffizienten Strategie. Im Rahmen eines 2-tägigen Assessments ermitteln wir mit Ihnen gemeinsam die wichtigsten Parameter für einen erfolgreichen Einsatz von SAP Solution Manager und SAP IT Infrastructure Management. Als Ergebnis erhalten Sie einen Implementierungsplan mit belastbaren Zeiten und Kosten.
 
 
 
Kann man SAP Infrastructure Management testen?

Die Lösung kann in einem Proof-of-Concept implementiert und getestet werden.

 
 
 
 
 
 

Wer ist der Ansprechpartner im Vertrieb?
Sprechen Sie mit Ihren zuständigen SAP Sales Executive oder senden Sie uns eine Anfrage über Info@realtech.com.

Wir leiten diese dann weiter an SAP.

 


Webinaraufzeichnung

Webinar-Aufzeichnung: Ganzheitliches IT Infrastructure Management mit dem SAP Solution Manager