REALTECH AG
theGuard! NetworkManager<br />
<br />Verteiltes Netzwerk-Management

Verteiltes Netzwerk-Management ist in großen und weit verzweigten Netzen unabdingbar

Bei großen und verteilten Netzwerk- und Systemlandschaften werden die Management Aufgaben von lokalen Administratoren, die jeweils für ein Teilnetzwerk verantwortlich sind, erledigt. Für diese verteilten Management-Funktionen kann theGuard! NetworkManager als Multi Site Edition eingesetzt werden. Die Multi Site Edition besitzt den Funktionsumfang der Terminal Server Edition, kann aber zusätzlich Remote-Lokationen innerhalb einer zentralen Datenbank verwalten. Die Leistungsparameter der Multi Site Edition werden durch folgende Merkmale bestimmt:

 

  • Anzahl der Lokationen (Sites) mit lokalen Administratoren
  • Anzahl der Nodes (Netzwerk- und Systemkomponenten) über alle Sites
  • Anzahl der Arbeitsplätze (Administrator Lizenzen) pro Site
  • Benötigte PSMs pro Site
  • Benötigte optionale Module pro Site

 

Am besten lassen sich die Leistungsmerkmale und Einsatzmöglichkeiten der Multi Site Edition an einem Beispiel erklären:

Musterfirma

Eine Firma mit Sitz in München betreibt neben der Fertigung am eigenen Standort auch internationale Produktionsstätten in Polen, China und Brasilien.
Musterfirma mit internationalen Standorten

Alle Standorte administrieren ihre lokale System- und Netzwerklandschaften in eigener Verantwortung durch lokale Administratoren. Die zentralen Komponenten zur Anbindung der Standorte (Sites) werden aus der Zentrale in München gemanagt. An das Netzwerk-Management-System werden folgende Anforderungen gestellt:

 

  • Zentraler Netzwerk- und Systemstatus
  • Zentraler Überblick über alle wichtigen Komponenten
  • Lokale System- und Netzwerk-Administration
  • Lokale Überwachung (Polling) und Eventverarbeitung
  • Weiterleitung von wichtigen Ereignissen (Events) an die Zentrale
  • 7x24 Monitoring
  • Abwicklung von Bereitschaftsdiensten
  • Zentrale Inventardaten
  • Zentrale Archivierung von Daten

Lokales Management in eigener Verantwortung

Für das lokale Management in allen Standorten werden jeweils lokale Management-Systeme installiert. Da Systeme und Netzwerk in der Zentrale sowie in den Produktionsstätten in Polen und Brasilien von mehreren Administratoren betreut werden, wird dort der theGuard! NetworkManager auf einer Serverplattform installiert. Da in China nur ein Administrator das Netzwerk betreut, wird dort der theGuard! NetworkManager auf einer Workstation installiert.

Die lokalen Administratoren konfigurieren alle Überwachungsfunktionen in eigener Verantwortung und geben die für andere Sites relevanten Komponenten frei. Diese Freigabe kann man sich ähnlich der Freigabe von Dateien oder Verzeichnissen im Windows-Netzwerk vorstellen (analog dazu wäre die Node die Datei und die SubMap das Verzeichnis). Der Unterschied ist allerdings, dass die Daten nicht an der Quelle verbleiben, sondern von den anderen Sites importiert werden. Dies hat vor allem den Vorteil, dass diese Daten auch offline zur Verfügung stehen und zudem zentral konsolidiert werden können.

Da die Remote (Site)-Konfigurationen auch in der Zentrale oder anderen Sites bekannt sind, können die Management-Funktionen, je nach Berechtigung, auch zentral oder von den anderen Sites aus erfolgen. Dies wird zum Beispiel in folgenden Fällen benötigt:

 

  • Abwicklung von Bereitschaftsdiensten
  • Hilfestellung bei speziellen Netzwerkproblemen
  • Backup bei Ausfall der lokalen Management Station

 

Der Transport der Daten erfolgt vollautomatisch zu einstellbaren Zeiten und wird über den theGuard! NetworkManager Scheduler gesteuert. Der Intervall des Abgleichs bestimmt die Aktualität der Daten.

Welche Daten werden transportiert?

  • Konfigurationsdaten von freigegebenen Nodes
  • Freigegebene Map-Hierarchies (SubMap-Layouts)
  • Inventar-Daten von importierten Nodes
  • Performance-Daten von importierten Nodes
  • Verfügbarkeits-Daten von importierten Nodes
  • aktueller Topology-Baum (und dessen Nodereferenzen)

 

Bereits importierte Konfigurationen werden nicht abgeglichen, sondern komplett überschrieben. Diese Daten bleiben also mit der Quelle verbunden, Änderungen an den Quelldaten werden somit nach jedem Import sichtbar. Möchte der lokale Administrator Konfigurationen selbst verändern, kann er diese Daten lokal kopieren und beliebig weiter verwenden. Die Zuordnung zu den Nodes bleibt auch bei kopierten Submaps erhalten. Importierte SubMaps können zudem beliebig verlinkt und an jeder Stelle im eigenen Map-Tree eingeklinkt werden.

Gemäß o.g. Beispiel geben die Sites jeweils ihre Hauptkomponenten frei (lokale Backbone Switches, zentrale Server). Die Zentrale, die die Netzwerkkomponenten der WAN-Verbindungen überwacht, stellt diese den Sites zur Verfügung. Zusätzlich stellt sie alle zentralen Server (SAP, Exchange, PPS, etc.) zur Verfügung.

Weiterleitung von Events

Die Weiterleitung von Events vom Site-System zur Central Site ist ebenfalls möglich. Da nicht alle Problemfälle auch für die Zentrale interessant sind, sind hier Einschränkungen sinnvoll. Deshalb müssen die jeweiligen Nodes, für die Events weitergeleitet werden sollen, entsprechend gekennzeichnet werden. Der Event wird dann auf der importierten Node abgebildet.

Poll on Demand

Der Central Site Server übernimmt, falls gewünscht, bei Ausfall einer Site deren Überwachungsfunktion (Polling). Auch in diesem Fall beschränkt man sich auf die wichtigen Komponenten, da nicht nur das System, sondern auch die Netzwerkanbindung dadurch belastet wird. Diese Nodes müssen ebenfalls entsprechend gekennzeichnet werden.

theGuard! NetworkManager Komponenten

Die oben beschriebene Musterfirma hat ein Netzwerk mit insgesamt ca. 11900 Netzwerk- und Systemkomponenten (Nodes). Diese teilen sich gemäß u.a. Tabelle auf die einzelnen Standorte auf.

Standort

Nodes

Administratoren

Komponenten

Zentrale München

4500

6

CISCO Router, CISCO Catalyst Switches, Extreme Summit Switches, Netscreen Appliance Series, Fujitsu-Siemens Server

Polen

3600

3

CISCO Router, Foundry BigIron Switches, Hirschmann Rail Switches, Netscreen Appliance Series, Fujitsu-Siemens Server

Brasilien

3100

4

CISCO Router, HP Procurve Switches, Hirschmann Rail Switches, Netscreen Appliance Series, Dell Server

China

700

1

CISCO Router, CISCO Catalyst Switches, Siemens ESM Switches,

Welche theGuard! NetworkManager Komponenten werden gebraucht?

Basis: theGuard! NetworkManager Multi Site Edition:

  • In diesem Basis-Bundle sind bereits 1 Central Site Server,1 Site Server und jeweils 1 PSM, 1 Administrator Lizenz, 1 Supporter Lizenz und 1 Topology Manager enthalten. Insgesamt können 5000 Nodes (über alle Site) mit diesem Bundle überwacht werden.

Erweiterungen:

  • Da insgesamt 3 Sites gebraucht werden, müssen zusätzlich 2 Site-Server erworben werden, 1 Site ist bereits im o.a. Bundle enthalten.
  • Da insgesamt 11900 Nodes überwacht werden sollen, müssen die im o.a. Bundle enthaltenen 5000 Nodes durch MSE Node Packages (jew. 2500 Nodes) erweitert werden. Es müssen also 3 zusätzliche Node Packages erworben werden, dies entspricht dann maximal 12500 überwachbare Nodes.
  • Für die unterschiedlichen Netzwerk- und Systemkomponenten müssen die im jeweiligen Standort (SIte) benötigten PSMs erworben werden, 1  PSM ist pro Site bereits enthalten.
  • Pro Site müssen die zusätzlichen Administrator-Lizenzen erworben werden, 1  Administrator Lizenz ist pro Site bereits enthalten
  • Das o.g. System kann jederzeit durch Erwerb weiterer Lizenzen ausgebaut bzw. an neue Anforderungen angepasst werden.

Systemvoraussetzungen

Windows 2000 Advanced Server, alternativ Windows 2003 Server

  • Terminalserver Client Lizenz pro Arbeitsplatz
  • Optional: Citrix MetaFrame Application Server
  • MS SQL-Server am Central Site Server (Prozessor Lizenz), aus Performancegründen eventuell vom Applikations-Server getrennt, nähere Informationen zur Kaskadierung siehe Systemkonzept

Für den Central Site Server wird ein Multiprozessorsystem sowie die Skalierung der Applikationen, gemäß Systemkonzept, empfohlen.

Für die Multi Site Edition existiert eine Begrenzung auf maximal 5000 Nodes pro Site.

Funktionen

Funktional folgt das Konzept dem der Terminal Server Edition.