SAP-Lösungen im Kundeneinsatz sind komplexe Verbundlösungen auf Basis unterschiedlichster Technologien.
Der SAP R/3 Web Application Server (bis einschließlich SAP R/3 4.6 auch SAP Basis genannt) bildet die technologische Grundlage für verschiedenste SAP Business Lösungen. Er enthält ab SAP 6.30 neben dem klassischen SAP Application Server (SAP AS) zusätzlich einen J2EE Server und ist Schlüsselelement der SAP NetWeaver-Technologie.
Sehr viele Applikationen verwenden derzeit den SAP ApplicationServer für ABAP. Ein solches System besteht im Minimalfall aus einer Zentralinstanz sowie einer Datenbank und wird durch das Hinzufügen weiterer Applikationsinstanzen erweitert, die jeweils verschiedene Dienste anbieten und Aufgaben erledigen.
Dazu gehören:
- Dialog-Benutzerverwaltung
- Dialog-Transaktionsverarbeitung
- Updates (Verbuchung)
- Hintergrundverarbeitung (Jobs)
- Sperren (Enqueues)
- Warteschlangen (Queues)
- Message-Verarbeitung (z.B. IDOC)
- Verbindungen (RFC)
- Druck-Verarbeitung (Spool)
- Prozesssteuerung (Dialog, Update, Enqueue, Batch, Spool, etc.)
- Puffersteuerung (Tabellen-, Programm-, CUA-Puffer, etc.)
- Programmsteuerung (Laden, Generieren, Prozessieren)
- Change Management (Correction and Transport System, Patch Management)
- Internet Communication Manager (ICM)
- System Landscape Directory (SLD)
Darüberhinaus kommen in den mySAP-Applikationen wie APO, BW, CRM und KW einige neue Technologien und Zusatzmodule zum Einsatz:
- LiveCache
- Asynchrone Ladevorgänge
- qRFC
- TREX (Text Retrieval and Information Extraction)
- IPC (Internet Pricing Configurator)
Vor Einführung von SAP NetWeaver wurden einige Zusatzkomponenten zur Anbindung von Internet-Applikationen bzw. Browser-Technologien eingeführt:
- SAP Business Connector (Mapping und Prozessieren von Protokollen und Daten)
- SAP ITS (Internet Transaction Server, Browser Anbindung)
SAP NetWeaver nutzt alle oben genannten Techniken und darüberhinaus den J2EE Server des neuen SAP Web Application Servers.
Alle genannten Module und Dienste, aber auch die zugrundeliegenden Betriebssysteme, Datenbanken und Netze müssen permanent überwacht werden, um die Funktionsfähigkeit als Ganzes zu garantieren. Die Überwachung von geschäftskritischen Verbundsystemen durch den theGuard! ApplicationManager wird ergänzt durch topologische Sichten auf Netzwerke und Applikationen in Form von sogenannten Business Maps. Diese stehen durch die Kombination mit dem theGuard! NetworkManager und dem theGuard! ServiceCenter zur Verfügung.