REALTECH AG
Corporate Governance<br />

Strategie und Ausblick

Strategie


Die Situation


Das Internet, neue Informationstechnologien und die Globalisierung der Märkte haben die Wirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts verändert. Damit einhergehend hat sich der weltweite Wettbewerb verschärft: Mit Staaten wie zum Beispiel Brasilien, Russland, Indien und China drängen mächtige Akteure auf den Weltmarkt und weitere Schwellenländer werden folgen. Zugleich wandeln sich die Rahmenbedingungen erheblich schneller als noch vor einigen Jahren: Kooperationen, Fusionen und immer größere Akquisitionen charakterisieren die Unternehmenslandschaft. Der Arbeitsmarkt ist von der zunehmenden Produktion in Billiglohnländern und dem Fachkräftemangel geprägt. Die Eigenkapitalrichtlinie Basel II und immer schärfere Umweltauflagen erhöhen die betrieblichen Risiken. Diesen Faktoren stehen aber auch neue Chancen gegenüber, die sich durch Technologien wie RFID (Radio Frequency Identification) und die Nanotechnik ergeben. Gleichzeitig sind die Verbraucher anspruchsvoller geworden und hinterfragen neue Entwicklungen wie die Gentechnologie äußerst kritisch. Und schließlich halten Konzepte wie Web 2.0 Einzug in die Geschäftswelt: Diese Technologien fördern die interaktive und gruppenspezifische Nutzung des Internets und beschleunigen die Kommunikation weltweit.

Neue Differenzierungsmöglichkeiten im Wettbewerb bietet die Transformation bestehender Geschäftsbeziehungen. Firmen nutzen ihre Partnernetzwerke, um sich immer stärker mit ihren Kunden und Lieferanten zu verbinden – und je mehr Unternehmen in einer engen Partnerschaft vernetzt sind, desto schneller können die Teilnehmer auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren. Treiber sind auch hier das Internet und Web 2.0-Technologien.

Film ab für den Wettbewerbserfolg
Auf dem Weg hin zu einem wandlungsfähigen Unternehmen ist die Informationstechnologie der zentrale Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Denn sie ermöglicht den Firmen die schnelle und standortübergreifende Zusammenarbeit in einer virtuellen Welt. Somit hat sich die IT längst von der Triebfeder für Kosteneffizienz hin zu einem strategischen Wettbewerbsinstrument gewandelt und gilt als der Motor für Veränderungen in den Unternehmen.

Um sich in einem internationalen Umfeld zu behaupten und vom Wettbewerb abzusetzen, müssen Organisationen in der Lage sein, die eigenen Leistungen flexibel und schnell den aktuellen Kundenwünschen anzupassen – in individuellen Varianten und zu marktgerechten Preisen. Diese Strategie fordert alle Bereiche eines Unternehmens, von der Verwaltung über Entwicklung und Produktion bis hin zu Marketing und Vertrieb. Nur wer Flexibilität, Offenheit, Zusammenarbeit und Schnelligkeit zu Grundlagen der Unternehmenskultur macht, wird auf Dauer erfolgreich am Markt agieren.

Maßgebliche Erfolgsfaktoren für stetiges Wachstum und mehr Wettbewerbsfähigkeit sind intelligente, klar definierte Prozesse und kurze Entscheidungswege. Damit lassen sich aktuelle Entwicklungen wie immer kürzer werdende Produktzyklen und höhere Qualitätsrichtlinien beherrschen. Bei der IT-technischen Umsetzung helfen zwei Strategien, die Hand in Hand greifen müssen: Erstens die Flexibilisierung der IT-Infrastruktur, damit Unternehmen vorhandene fachliche Abläufe rasch zu kundenfreundlichen Services verbinden können. Und zweitens ein aktives Prozess-Management, um die internen Abläufe ohne technische Hürden den Anforderungen des Marktes und den Vorgaben des Gesetzgebers anpassen zu können.

SOA – der richtige Dreh für IT-Landschaften
In vielen Unternehmen ist die IT-Landschaft historisch gewachsen: Von terminalbasierten Großrechneranwendungen über Standard-Software wie SAP bis hin zu portablen Java-Applikationen ist in den Rechenzentren praktisch alles zu finden. Nach und nach haben Großkonzerne, Mittelständler und Behörden ihre EDV mit zusätzlichen Software-Anwendungen erweitert. Proprietäre Insellösungen bremsen jedoch die Arbeitsabläufe aus, da die Software im ungünstigsten Fall noch nicht einmal ein medienbruchfreies Arbeiten erlaubt. Zugleich bringen die gewachsenen und starren IT-Systeme für die IT-Abteilungen einen sehr hohen Entwicklungs- und Wartungsaufwand mit sich.

Oft ist diese Komplexität nur durch einen neuen Ansatz zu lösen: Die Modernisierung der Anwendungslandschaft auf Basis einer serviceorientierten Architektur (SOA). Diese neue Systemarchitektur läutet das Ende der starren, datenzentrierten Modelle ein und gilt Fachleuten als ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des IT-Einsatzes. Mit der SOA rücken neue Qualitäten von EDV-Landschaften ins Rampenlicht. Unternehmen können mit ihrer Hilfe die einzelnen Funktionen aller bestehenden und neuen Software-Anwendungen zu einem harmonischen Ganzen zusammenführen und stetig weiterentwickeln. Künftig diktiert nicht mehr die Anwendung die Grenzen der Geschäftsprozesse. Im Gegenteil: Die Anwendungen unterstützen Unternehmen, ihre Abläufe optimal auf die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten auszurichten.

Vereinfacht gesagt bildet eine SOA ein breit angelegtes Rahmenwerk, in dem sich voneinander unabhängige, lose gekoppelte Software-Dienste erstellen, verwalten und kombinieren lassen. Jeder dieser Services ist unabhängig verfügbar, wieder verwendbar und kann über eine standardisierte Schnittstelle in Anspruch genommen werden. Per Mausklick können die IT-Entwickler einzelne Dienste beliebig kombinieren und den Anwendern in den verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens bedarfsgerecht zur Verfügung stellen. Die Firmen haben so die Chance, ihre bestehenden Applikationen mit neuen Anwendungen reibungslos zu verknüpfen. Die auf diese Weise entstehenden Software-Landschaften sind höchst flexibel und lassen sich ohne großen Aufwand an jede Veränderung anpassen.

Mehr Flexibilität mit SAP NetWeaver
Die SAP AG hat eine eigene Lösung für eine flexible Anwendungsarchitektur entwickelt: die Enterprise SOA (ESOA). Mit diesen Software-Bausteinen eröffnet SAP ihren Anwendern den Weg in eine serviceorientierte IT-Landschaft. Die ESOA ergänzt das Modell unabhängiger Web-Services um betriebswirtschaftliche Elemente. Der Vorteil: Unternehmen können den gesamten Innovations- und Standardisierungszyklus für betriebliche Anwendungen innerhalb einer homogenen Umgebung steuern.

Kernprodukt der ESOA-Strategie ist die Integrationsplattform SAP NetWeaver. Sie bildet die technologische Basis, um beispielsweise vorhandene Anwendungssysteme zu öffnen und einzelne Programmfunktionen als wieder verwendbare Services bereitzustellen. Darüber hinaus verbindet die Plattform Prozesse und IT-Systeme über Unternehmensgrenzen hinweg. Organisationen haben so die Möglichkeit, vorhandene Programmfunktionen zu neuen fachlichen Abläufen zusammenstellen. So sind Firmen in der Lage, flexibel auf neue Marktanforderungen zu reagieren.

Die Enterprise SOA und die umfassenden Möglichkeiten von SAP NetWeaver verändern die Entwicklung von Geschäftsprozessen in Unternehmen grundlegend: Organisationen können betriebliche Abläufe zukünftig modellieren und nahezu beliebig kombinieren, so dass sich neue Prozesse schnell und einfach ausgestalten lassen. Vor allem international agierende Unternehmen verschaffen sich entscheidende Vorteile, denn die Prozessabläufe sind über das Internet organisations- und länderübergreifend nutzbar.


Das Portfolio
Bei REALTECH stehen die Ziele und Interessen der Kunden im Mittelpunkt. Mit dieser Maxime hat es das 1994 gegründete Unternehmen geschafft, sich im hart umkämpften Markt für IT-Beratung als kompetenter Partner für die Optimierung von Geschäftsabläufen zu etablieren – für internationale Firmen aller Branchen und Größenordnungen. Seit Jahren ist die SAP AG, der weltweit größte Hersteller von Unternehmenssoftware, ein wichtiger Kooperationspartner für REALTECH. Die enge Zusammenarbeit mit der SAP und die räumliche Nähe der beiden Walldorfer Unternehmen verschaffen bei vielen IT-Projekten einen wertvollen Know-how-Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb.

Im SAP-Umfeld bietet REALTECH ein durchgängiges Leistungsportfolio und schlägt die Brücke von der Technologie bis hin zu den Geschäftsprozessen. Durch diese Kombination aus technologischem SAP-Fachwissen und Kompetenz im Prozessberatungsgeschäft hebt sich REALTECH von ihren Wettbewerbern ab. Ziel des Unternehmens ist es, Beratung, Konzepte, Lösungen und Produkte bereitzustellen, die die Kunden bei der IT-gestützten Gestaltung ihrer Geschäftsprozesse bestmöglich unterstützen. Grundlage dafür ist die besondere Kompetenz der Mitarbeiter.

Weltweit vertrauen bereits mehr als 2.000 Betriebe und Organisationen auf die Expertise und die Lösungen von REALTECH. Das angebotene Leistungsportfolio deckt auch über die SAP-Anwendungen hinaus Themen ab, die in den kommenden Jahren den Markt für Informationstechnologie prägen werden. Dies gilt insbesondere für das margenstarke Segment der strategischen Geschäftsprozessberatung, in dessen Aufbau REALTECH in den vergangenen Jahren verstärkt investiert hat.


Lösungen für Geschäftsprozesse
Mit der strategischen IT-Beratung erhalten Kunden einen ganzheitlichen Ansatz, um sämtliche Voraussetzungen für den Betrieb einer SAP NetWeaver- bzw. Enterprise SOA-Landschaft zu schaffen. REALTECH hat sich dieser Thematik frühzeitig angenommen, um ihren Kunden und sich selbst einen langfristigen Erfolg zu sichern. Bei der Realisierung von SAP-Projekten steht zukünftig die integrierte Betrachtung der betriebswirtschaftlichen Prozesse und der zum Einsatz kommenden Technologien im Vordergrund. Die REALTECH-Berater analysieren Geschäftsprozesse unter Beachtung der gesamten IT-Landschaft und zeigen den Unternehmen Optimierungsmöglichkeiten auf. Das Ergebnis sind klare Aussagen zu Produktivität, Kapitalrendite und Gesamtkosten eines IT-Vorhabens innerhalb eines definierten Zeitraums.

Vorbereitung auf SAP NetWeaver
Seitdem die SAP AG ihre neue Integrationsplattform SAP NetWeaver vorgestellt hat, beschäftigt sich REALTECH mit dieser Technologie. Das Unternehmen steht Kunden mit einem umfassenden Portfolio an Beratungsleistungen rund um SAP NetWeaver zur Seite, das von der strategischen Planung über die nutzenorientierte Implementierung bis hin zum sicheren Betrieb reicht. Eine effiziente Integration der Anwender und Systeme in die Prozesse versetzt die Kunden in die Lage, das gesamte Potenzial der SAP-NetWeaver-Technologie auszuschöpfen. Die enge Zusammenarbeit der beiden Walldorfer Unternehmen ermöglicht es REALTECH, schon sehr frühzeitig praktische Erfahrungen mit der Implementierung neuer SAP-NetWeaver-Komponenten zu sammeln. Für die Kunden bedeutet dies, dass REALTECH neue Projekte schnell, effizient und sicher abwickelt.


SAP-Strategieberatung
Im Rahmen der SAP-Technologieberatung und SAP-Strategieberatung steht REALTECH ihren Kunden bei Optimierung, Konsolidierung und Betrieb der IT zuverlässig zur Seite. Gut ausgebildete Fachleute unterstützen die Kunden dabei, ihre IT-Abläufe und -Strukturen so zu rationalisieren, dass dauerhafte Einsparungen im Rechenzentrumsbetrieb deutlich zu spüren sind. Im Rahmen der Konsolidierungsberatung sorgt REALTECH für einen sicheren und kosteneffizienten Betrieb der neuen und der bereits vorhandenen IT-Infrastruktur und verhilft den Unternehmen so zu einfachen und homogenen Systemlandschaften mit durchgängigen Geschäftsprozessen.


Leistungsfähige Software-Lösungen
Zweites Standbein neben dem Segment Consulting ist das Geschäft mit selbstentwickelter Software. Das Walldorfer Unternehmen hat die Kundennähe seiner Beratungsspezialisten genutzt, um dieses Geschäftsfeld kontinuierlich auszubauen. Die Berater kennen den Markt, die Technik, die Infrastruktur und die anfallenden Probleme auf Kundenseite aus ihrer täglichen Praxis. Diese Erfahrungen fließen in die Software-Entwicklung ein, so dass sich die Produkte eng an den Herausforderungen bei den Kunden orientieren.

Mit Hilfe der von REALTECH entwickelten Software-Familie theGuard! automatisieren Organisationen ihre IT-Dienstleistungen. Die Produkte kontrollieren den Herzschlag der gesamten IT-Landschaft – vom Netzwerk über die Datenbanken bis hin zur Anwendung. Die theGuard!-Produkte überwachen EDV-Systeme weitgehend automatisch, identifizieren frühzeitig mögliche Fehlerquellen und unterbreiten den IT-Verantwortlichen Vorschläge, um diese Schwachstellen schnell und effizient zu beseitigen. Auf diese Weise profitieren Organisationen von zuverlässigen IT-Systemen mit minimalen Ausfallzeiten. Die Kunden schätzen die theGuard!-Produktfamilie als eine der weltweit leistungsfähigsten System-Management-Lösungen ein, was IT-Analysten wie die Giga Information Group bestätigten.

Einen weiteren Schwerpunkt des Produktportfolios von REALTECH stellen speziell für SAP-Systeme entwickelte Software-Werkzeuge dar. Die Anwendungen schaffen beispielsweise leistungsfähige, automatisierte Schnittstellen zu anderen Systemen und sorgen für mehr Effizienz, Qualität und Sicherheit bei Programm- und Datenänderungen in SAP-Systemen. Dies bestätigt auch die SAP, die beispielsweise die Lösung REALTECH-TransportManager mit dem Prädikat „Certified for SAP NetWeaver“ ausgezeichnet hat.


Solides Fundament für den Geschäftserfolg
Die REALTECH AG hat sich längst vom Spezialisten für SAP-Technologien zum strategischen Beratungspartner für geschäftskritische IT-Projekte entwickelt. Ihr Leistungsportfolio ist eng an den Anforderungen der Kunden ausgerichtet. Die beiden Geschäftsfelder IT-Beratung und Software-Lösungen ergänzen sich ideal und bieten ein solides Fundament, um die Geschäftsidee des Unternehmens weiterhin erfolgreich umzusetzen: Organisationen weltweit dabei zu unterstützen, ihre Geschäftsabläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu optimieren.

Dies alles zeigt, dass REALTECH bestens aufgestellt ist, Kunden mit höchster Kompetenz auf dem Weg in die neue Ära der Informationstechnologie zu begleiten und ihre eigene starke Position im IT-Beratungsmarkt weiter auszubauen – zum Wohle des Unternehmens, der Mitarbeiter, der Kunden und der Aktionäre.

 

Quelle: Geschäftsbericht 2007, Seite 45ff.

Ausblick


Im Geschäftsjahr 2007 hat die REALTECH AG nahtlos an das erfolgreiche Vorjahr angeknüpft. Bei Umsatz und Ergebnis erzielte die Gesellschaft die höchsten Werte in der Unternehmensgeschichte: Im Jahresvergleich kletterte der Umsatz um 17 Prozent und das operative Ergebnis (EBIT) um 77 Prozent. In der Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007 zeigt sich noch einmal deutlich, wie sehr REALTECH von der im Jahr 2004 gestarteten Neustrukturierung der Geschäftsfelder profitiert.

REALTECH hat sich erfolgreich von einem reinen Technologieberater für SAP-Systeme hin zu einem Beratungsspezialisten für Geschäftsprozesse und Projekte von strategischer Bedeutung gewandelt. Das Unternehmen zeichnet sich bereits seit mehreren Jahren durch die kompetente Beratung bei Geschäftsprozessabläufen in Verbindung mit SAP-Anwendungen aus. Darüber hinaus unterstützt REALTECH ihre Kunden auch weiterhin bei Optimierung, Konsolidierung und Betrieb komplexer IT-Landschaften. Mit der Ausweitung des Beratungsportfolios auf die operativen Abläufe hat sich die Gesellschaft einen weiteren wirtschaftlich interessanten Markt erschlossen – und REALTECH plant, sich als Anbieter von Geschäftsprozess-Integration in Zukunft noch breiter aufzustellen.

Kompetenz in der Prozessberatung
Durch die Kombination aus technologischem SAP-Know-how und Kompetenz im Prozessberatungsgeschäft hebt sich REALTECH von ihren Wettbewerbern ab. Auch auf internationaler Ebene gehört das Unternehmen zu den führenden Lösungsanbietern für anspruchsvolle SAP-Projekte und -Systeme. Diese Ausnahmestellung hat die SAP AG bestätigt, indem sie REALTECH in mehrere exklusive Partnerprogramme aufgenommen hat.

In den kommenden Jahren wird die Gesellschaft ihr Alleinstellungsmerkmal aus technologischem SAP-Know-how und Kompetenz im Prozessberatungsgeschäft weiter ausbauen. Ein klarer Fokus wird auf Kompetenzen rund um innovative und leistungsfähige SAP-Anwendungslandschaften liegen. Denn das ist eines der Marktsegmente, in dem Analysten eine deutliche Steigerung der Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen erwarten.

Grund für diese Entwicklung ist ein fundamentaler Wandel in der Informationstechnologie: weg von starren Systemstrukturen hin zur Flexibilität von serviceorientierten Architekturen (SOA). Fachleute sind davon überzeugt, dass in diesem Konzept die Zukunft von Anwendungsinfrastrukturen liegt. Die SAP AG hat eine eigene Lösung für eine flexible Applikationsarchitektur entwickelt: die Enterprise SOA (ESOA). Mit diesen Software-Bausteinen eröffnet SAP ihren Anwendern den Weg in eine serviceorientierte IT-Landschaft. Kernprodukt der ESOA-Strategie ist die Integrationsplattform SAP NetWeaver. Die Lösung wird den Markt für Beratungsdienstleistungen weiter verändern: Große Konzerne und mittelständische Unternehmen starten immer häufiger Projekte mit dem Ziel, eine SOA-Strategie in die Praxis umzusetzen – und sind in erheblichem Maße auf externes Know-how angewiesen, wie es REALTECH liefert.

Strategie- und Technologie-Berater
Im Consulting-Geschäft strebt REALTECH durch eine Fokussierung auf Zukunftsthemen ein profitables Wachstum in allen drei Segmenten an: in der SAP-Technologieberatung, in der Vorbereitung auf SAP NetWeaver und bei den Lösungen für Geschäftsprozesse mit SAP NetWeaver/ESOA. Vor allem die im Jahr 2005 eingeleitete Ausrichtung auf beratungsintensive und höherwertige Projekte will das Unternehmen weiterhin konsequent fortsetzen. In diesem Rahmen plant REALTECH, insbesondere das Segment Geschäftsprozess-Integration weiter zu stärken und die SAP-NetWeaver-Kompetenz durch die Ausbildung neuer Mitarbeiter breitflächig an den Markt zu bringen.

Darüber hinaus plant REALTECH weiterhin die Option für anorganisches Wachstum offen zu halten. Partnerschaften und Zukäufe die das Leistungs- und Lösungsspektrum der REALTECH erweitern, sollen das Wachstum forcieren. Grundlegendes Kriterium ist, dass ins Auge gefasste Firmen von ihrer Thematik, ihrem technischen Niveau und ihrer Unternehmenskultur her zu REALTECH passen.

Im Software-Geschäft wird sich REALTECH auch weiterhin auf ihre beiden Produktlinien konzentrieren: die Software-Familie theGuard! sowie speziell auf den SAP-Betrieb zugeschnittene Anwendungen. Das Unternehmen orientiert sich auch im Jahr 2008 an den aktuellen technologischen Entwicklungen und plant, die Lösungen beider Produktlinien stetig weiter zu entwickeln, noch benutzerfreundlicher zu machen und durch neue Leistungsmerkmale und Funktionen zu erweitern. So stärken die REALTECH-Produkte die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden und decken zugleich künftige Marktanforderungen ab. REALTECH geht davon aus, dass der Geschäftsbereich Software auch im Jahr 2008 einen weiter deutlich steigenden, positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten wird.

Der REALTECH-Konzern sieht auch im Jahr 2008 den Schwerpunkt seiner Aktivitäten in Europa, wobei die Kernmärkte Deutschland, Italien und Spanien das größte Wachstumspotenzial bieten. So hat das Unternehmen in Spanien seine führende Position in der SAP-Technologieberatung im Jahr 2007 behauptet und strebt für 2008 einen weiteren Ausbau dieser exponierten Stellung an. Auch in der Region Asia-Pacific lief das Geschäft im Jahr 2007 wie geplant, so dass REALTECH auch dort 2008 stabile Wachstumsraten erwartet.

Langfristige Mitarbeiterbindung
In den Zeiten einer starken Nachfrage nach IT-Fachkräften genießt die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen eine besondere Priorität. REALTECH arbeitet daher auch weiterhin intensiv an dem Ziel, bei ihren Angestellten als attraktiver Arbeitergeber zu gelten. Dazu setzt das Unternehmen neben entsprechenden Verdienstmöglichkeiten vor allem auf seine gezielten Aus- und Weiterbildungsangebote sowie verschiedenste nationale und internationale Einsatzperspektiven. Zudem bietet REALTECH ihren Mitarbeitern individuelle Entwicklungspläne und klare Karrieremodelle, um sie langfristig im Unternehmen zu halten.

Für das Geschäftsjahr 2008 hat sich REALTECH ambitionierte, aber erreichbare Ziele gesetzt: Der Vorstand strebt für den Konzern ein Umsatzwachstum von 14 Prozent an, und das operative Ergebnis (EBIT) soll um 11 Prozent zulegen. Grundlage für diese positiven Erwartungen ist das klar definierte Leistungsportfolio, über das das Unternehmen seit seiner Umstrukturierung verfügt. Auf dieser Basis wird REALTECH aufbauen, um weiterhin profitabel und margenstark zu wachsen – was sich auch künftig in der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre widerspiegeln soll.

 

Quelle: Geschäftsbericht 2006, Seite 63ff.