Effiziente und kostengünstige Verwaltung von SAP R/3
Walldorf/Baden, November 1997
SAP R/3 Rechenzentrumsverwaltung
Walldorf/Baden, September 1997
Schnellstart aus der zweiten Reihe
Walldorf/Baden, August 1997
Administratorloser SAP-Betrieb
Walldorf/Baden, Juni 1997
Administrationstools für den SAP R/3-Rechenzentrumsbetrieb unter Windows NT
Walldorf/Baden, November 1997Im Zuge der Einführung einer Client/Server-Architektur stellen viele große Unternehmen - und mittlerweile auch immer mehr Unternehmen mittlerer Größe - von ihren eigenentwickelten, betriebswirtschaftlichen Applikationen oder einer Ansammlung von Softwareprogrammen unterschiedlicher Anbieter auf die Client-/Server-Standardsoftware SAP R/3 um. Durch ihre branchenunabhängige Konzeption wird diese in den unterschiedlichsten Bereichen wie Telekommunikation, Dienstleistung, Handel, Automobilbau, Chemie, Maschinenbau usw. eingesetzt.
Aufgrund der Unternehmensgröße sind oft zahlreiche Niederlassungen und Außenstellen in die Umgebungen zu integrieren, die großen Datenvolumen erfordern einen Verbund mehrerer R/3-Systeme, und anwenderseitig greifen mehrere hundert bis tausend Mitarbeiter auf eines oder mehrere R/3-Module wie Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Vertrieb, Materialwirtschaft oder Produktionsplanung zu. Dies erfordert Know-how und Erfahrung nicht nur bei der Planung und technischen Einführung der SAP R/3-Umgebung sowie der Anpassung der Software an die unternehmensspezifischen Anforderungen, sondern auch für den Betrieb und die Verwaltung der Systeme.
Hoher Wartungsaufwand für SAP R/3-Systeme
So können gerade die Notwendigkeit der Non-stop-Betreuung des Systems, um beispielsweise für den Fall eines nächtlichen Systemabsturzes gerüstet zu sein, oder die in SAP R/3 unzureichenden Möglichkeiten zur instanzenübergreifenden Fehlerüberwachung die Kosten für die Verwaltung der Systeme sehr schnell in die Höhe treiben. „Unserer Erfahrung nach treten Probleme bzw. kosten- und zeitintensive Verwaltungsarbeiten vor allem bei der Überwachung des Systems in Störfällen, bei der Durchführung und Überwachung von Transporten sowie der Handhabung der Administrationsaufgaben auf," so Markus Adam, Vorstand der realTech AG. Der Implementierungspartner von SAP führte schon zahlreiche Projekte von der Planung über die technischen Beratung und Durchführung von R/3-Implementierungen unter Windows NT bis hin zum externen Betrieb der Systeme durch. „Dank unserer zahlreichen Projekte - u.a. bei der Deutschen Post AG und der Bosch Telekom GMBH - kennen wir die Probleme nur zu genau, die auf die Systemverwalter zukommen, " so Adam weiter. „Also haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und spezielle Administrationstools für den SAP R/3-Rechenzentrumsbetrieb entwickelt."
Systemüberwachung rund um die Uhr
Typischerweise werden SAP R/3-Systeme für den Non-Stop-Betrieb eingerichtet, d.h. es muß auch am Sylvesterabend oder Sonntag morgens um 4.30 Uhr ein Systembetreuer für den Notfall zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit den Systembetreuern bei den Kunden vor Ort konnten folgende Anforderungen an ein Überwachungstool definiert werden: Eine automatische Verknüpfung der Fehlerüberwachung mit einer Fernalarmierung des in Abrufbereitschaft stehenden Betreuers und die Überwachung sämtlicher Systeme von einer zentralen Konsole aus, um die Fehler möglichst schnell lokalisieren zu können.
Zentrale Überwachungskonsole
Die Kriterien für ein Überwachungstool wurden von realTech in theGuard! folgendermaßen umgesetzt: Das Tool besteht aus zwei Komponenten - der zentralen Überwachungskonsole und dem guardAgent. Letzterer wird auf jedem zu überwachenden System installiert und liefert in regelmäßigen Intervallen die Ergebnisse an die Konsole. Die Zustände aller zu überwachenden Systeme werden in der Konsole übersichtlich dargestellt. In separaten Fenstern erhalten Sie struktierte Informationen zu den konfigurierten Systemen wie z.B. Systeminformationen, Performancewerte sowie alle aufgetretenen red und yellow alerts. Neben der Kontrolle sämtlicher Überwachungs- und Steuerungsmechanismen aller R/3-Systeme können auch Jobabläufe im R/3-ABAP/4-Umfeld sowie R/3-Upgrades und -Installationen überwacht werden.
Fehleralarmierung
Zur Fehlerbenachrichtigung wurden u.a. folgende, für jedes System individuell konfigurierbare Möglichkeiten in theGuard! integriert: GSM Short Message Service über D1 und D2, eMail, Windows NT Messaging Service, NT Eventlog und Pager sowie der Start externer Programme. Die Alarmierung über D1 und D2 kann mit einem WakeUp-Call verbunden werden, um nächtliche Bereitschaftsdienste optimal zu unterstützen. Der guardAgent ist für alle gängigen R/3-Plattformen verfügbar.
Automatisierung von Transporten
Gerade bei sehr großen R/3-Projekten ist immer wieder festzustellen, daß der SAP-Standard zur automatisierten Verteilung von Objekten der Entwicklungsumgebung und des Customizings die Bedürfnisse des Kunden nur unzureichend abdeckt.
Insbesondere wenn differenziert in verschiedene Mandanten des gleichen Systems importiert werden soll, stößt der SAP-Automatismus schnell an seine Grenzen. Wird aber erst einmal das ‘Import all’-Konzept der SAP (zwangsläufig) aufgegeben, entsteht ein recht hoher Administrationsaufwand, da nun jeder Transport einzeln und manuell importiert werden muß. Zusätzlich muß der Administrator nun wissen, wann, wohin und in welcher Reihenfolge transportiert werden soll. Des weiteren fehlt ein ‘Single point of control’, d.h. ein zentraler Überwachungsmonitor, der zum einen dem Administrator zur Überwachung sämtlicher Transporte dient, zum anderen aber auch jedem Verantwortlichen von Transportaufträgen Einblick über den aktuellen Status gewährt.
Doch auch ohne Mehrmandantenbelieferung kann oft nicht mit ‘Import all’ gearbeitet werden. Dies setzt nämlich voraus, daß auf den Abnahmesystemen genaue Zeitpunkte definiert werden können, an denen die gesamte Umgebung konsistent und lauffähig ist, um dann den Weitertransport der Aufträge in die Produktion durchzuführen.
Schon während der Implementierungphase der R/3-Software im damals weltweit größten SAP-Projekt unter Windows NT bei der Deutschen Post AG in Darmstadt war klar, daß aufgrund der komplexen System- und Projektstruktur das Standardtransportverfahren zur Pflege der R/3-Landschaft ausschied. Da das zu erwartende Transportvolumen eine manuelle Durchführung von Transporten unmöglich machte, wurde von realTech der TransportManager entwickelt. Er ermöglicht ein stark automatisiertes Importieren entlang frei definierbarer Transportwege unter Berücksichtigung beliebig vieler Zielmandanten.
Das integrierte Berechtigungskonzept gewährleistet über ein Unterschriftenverfahren einen kontrollierten Transport der einzelnen Aufträge über die Abnahme in die Produktion. Fehler, Fehlerprotokolle und Auftragsdokumentation sind jederzeit ablesbar.
Zusammen mit dem Scheduling-Monitor des TransportManagers wird heute ein Transportvolumen von bis zu 1800 einzelnen Transporten pro Nacht verwaltet.
Elegante Verwaltungsoberfläche
Im Zuge der Implementierungsprozesse bei Bosch Telecom GmbH und der Deutschen Post AG entwickelte sich die Idee, auch für bestimmte Administrationsvorgänge wie Benutzeridentifizierung oder Parametrisierung von Werkzeugen eine Automatisierungsmöglichkeit zu entwickeln, um das zeitintensive, manuelle Abarbeiten dieser Vorgänge zu vereinfachen. Außerdem bestand der Bedarf nach einer Oberfläche, auf der sämtliche Tools, die für die Verwaltung von Windows NT und SAP R/3 benötigt werden – von speziellen Eigenentwicklungen bis zu den üblichen Standards wie Benutzerverwaltung, Servermanager oder Druckmanager – dargestellt und direkt gestartet werden können. In Umgebungen mit zahlreichen R/3-Systemen und mehreren Hunderten von Rechnern sollte zudem eine Oberfläche gegeben sein, auf der einerseits sämtliche Systeme im Überblick abgebildet, aber auch die auf den einzelnen Rechner verfügbaren Tools selektiert werden können.
Automatisierung von Verwaltungsaufgaben
AdminControl for R/3, das speziell entwickelte Administrationstool, bietet eine übersichtliche Oberfläche, auf der per Mausklick alle nötigen Tools für die Verwaltung von Windows NT und SAP R/3 gestartet werden. Beim Starten der Programme wie SAPGUI oder SAP Service Manager wird der Verbindungsaufbau zu den entfernten R/3-Systemen automatisch durchgeführt. In definierten Intervallen wird die Verfügbarkeit sämtlicher SAP R/3-Systeme überprüft, eventuelle Fehlerzustände werden entsprechend visualisiert.
Ein für alle R/3-Systeme definierbarer SAP Logon User ermöglicht automatisches Anmelden; diese Funktion ist jederzeit deaktivierbar. Für einen Benutzer ohne gültiges Benutzerkonto auf dem Zielrechner kann ein NT Logon User definiert werden, mit dem sämtliche NetBIOS-Verbindungen aufgebaut werden können.
Außerdem besteht die Möglichkeit, direkt aus AdminControl ohne den Umweg über den Datei-Manager Netzwerklaufwerke zu verbinden. Telnet-Verbindungen zum Server können auf Wunsch ohne die Eingabe von Benutzername und Passwort aufgebaut werden. Neben den bei der Installation bereits vorhandenen Tools können in AdminControl bis zu acht weitere Programme integriert werden.
Der Bildschirm ist in zwei Bereiche gegliedert: Im linken Fenster werden alle SAP R/3-Systeme in einer baumartigen Hierarchie dargestellt, wobei sämtliche Server eines SAP-Systems übersichtlich zusammengefaßt werden. Bei Selektion eines Servers können über den automatischen Aufbau einer NetBIOS-Verbindungen im rechten Fenster sämtliche auf diesem Server verfügbaren Tools abgerufen und durch Doppelklick gestartet werden.
[top]
SAP R/3 Rechenzentrumsverwaltung
Administrationstools für den SAP R/3-Rechenzentrumsbetrieb unter Windows NT
Walldorf/Baden, September 1997.Beim Betrieb und der Verwaltung von SAP R/3 Systemen stehen Administratoren häufig vor Problemen, die mit den gegebenen SAP-Standardtools nicht oder nur mühsam unter großem Zeit- und damit auch Kostenaufwand gelöst werden können: Dies gilt vor allem für folgende Bereiche:
- Automatisierung von Verwaltungsaufgaben
- Automatisierung der Verteilung von Objekten
- Non-stop-Überwachung der Systeme
Das Walldorfer Start-up-Unternehmen realTech AG hat sich auf die technische Beratung für SAP Systeme spezialisiert und aufgrund ihrer Erfahrung in umfangreichen Projekten wie der Deutschen Post AG und der Bosch Telecom GmbH drei Administrationstools entwickelt, die die angeführten Problembereiche aufgreifen.
Automatisierung der Verwaltung
Für bestimmte bisher manuell auszuführende Administrationsvorgänge wie Benutzeridentifizierung und Parametrisierung von Werkzeugen bietet realTech mit R3control ein Tool zur Automatisierung der Vorgänge: Auf einer übersichtlichen Bildschirmoberfläche können alle Verwaltungstools für Windows NT und SAP R/3 per Mausklick gestartet werden. Anmelden erfolgt entweder manuell oder automatisch über einen für alle R/3 Systeme definierbaren SAP Logon User. Für Benutzer ohne gültiges Benutzerkonto kann auf dem Zielrechner ein NT Logon User definiert werden, mit dem sämtliche NetBIOS-Verbindungen aufgebaut werden. Netzwerklaufwerke können ohne Datei-Manager verknüpft und Telnet-Verbindungen zum Server ohne die Eingabe von Benutzername und Passwort aufgebaut werden. Zusätzlich zu den bei der Installation vorhandenen Tools besteht die Möglichkeit, in R3control weitere acht Programme einzubinden. Auf der Bildschirmoberfläche werden im linken Fenster, basierend auf der SAPLOGON.INI, alle SAP R/3 Systeme in Baumstruktur dargestellt; im rechten Fenster können sämtliche Tools abgerufen und gestartet werden, die auf den einzelnen Servern vorhanden sind.
Automatisierung von Transporten
Zwar sind in SAP R/3 Standards zur automatisierten Verteilung von Objekten integriert, doch müssen für den Datentransport auf den Zielsystemen Zeitpunkte definiert werden, zu denen die gesamte Umgebung konsistent und lauffähig ist, was jedoch nicht immer möglich ist. Zudem sind die Möglichkeiten für den differenzierten Transport in verschiedene Mandanten des gleichen Systems unzureichend. Eine manuelle Verteilung ist wegen des zu hohen Zeitaufwandes und der Komplexität der durchzuführenden Transporte mühsam. Der TransportManager von realTech ermöglicht, Objekte automatisch entlang frei definierbarer Transportwege in beliebig viele Zielsysteme zu importieren. Über einen Scheduling-Monitor kann der Administrator sämtliche Transporte überwachen, aber auch die Verantwortlichen für Transportaufträge haben Einblick auf den aktuellen Status.
Non-stop Systemüberwachung
SAP R/3 Systeme laufen meist im Non-stop-Betrieb, d.h. Probleme treten oft auch nachts und an Sonn- und Feiertagen auf. Um Fehler schnell lokalisieren zu können und Systemverantwortliche zu jeder Tages- und Nachtzeit alarmieren zu können, hat realTech in theGuard! Fehlerüberwachung und Fernalarmierung verknüpft.
Für die Fehlerüberwachung werden eine zentrale Überwachungskonsole sowie der sogenannte, für alle gängigen Plattformen verfügbare guardAgent bereitgestellt. Letzterer wird auf sämtlichen Systemen installiert und liefert in regelmäßigen Abständen die Überwachungsergebnisse an die zentrale Konsole. Auf dieser können übersichtlich Informationen zu den einzelnen Systemen wie Performancewerte oder „red" und „yellow alerts" und auch Jobabläufe im R/3-ABAP/4-Umfeld sowie R/3-Upgrades und -Installationen vom Administrator überwacht werden.
Für jedes zu überwachende System lassen sich frei definierbare Reaktionsprofile definieren, die dann bestimmte Reaktionen auf Fehlerzustände auslösen. Mögliche Reaktionen sind eine Alarmierung über eMail, Windows NT Messaging Service, NT Eventlog und Pager sowie der Start externer Programme. Weiterhin können Fehlermeldungen auch auf ein Mobiltelefon über den GSM Short Message Service (D1 und D2) übermittelt werden. Dieser kann für nächtliche Bereitschaftsdienste mit einem WakeUp-Call verbunden werden.
[top]
Schnellstart aus der zweiten Reihe
Walldorf/Baden, August 1997.Erfolgsgeschichten aus der Welt der Datenverarbeitung beginnen fast immer in den USA. Deutsche und europäische Neugründungen haben es dagegen schwer, sich im internationalen Wettbewerb gegen die Konkurrenz von der anderen Seite des Atlantiks durchzusetzen. Wer hierzulande Soft- oder Hardware anbietet, kann von spektakulären Entwicklungen im Stile von Microsoft oder Netscape nur träumen. Allerdings gibt es auch in Deutschland Beispiele dafür, wie sich Produkte und Dienstleistungen in kurzer Zeit einen Markt erobern können, vor allem dann, wenn sie nicht bei Null beginnen müssen, sondern als Spin-Offs von Unternehmen oder aus dem Universitätsbereich starten.
Wer Walldorf sagt, denkt im Zusammenhang mit Informationstechnologie automatisch an die SAP AG, das im internationalen Vergleich sicherlich erfolgreichste deutsche Softwarehaus. Buchstäblich im Schatten dieses Großunternehmens hat sich seit 1994 die realTech AG etabliert, deren Büros knappe 100 Meter von SAP entfernt sind. Die Nähe zu dem DV-Giganten ist nicht zufällig: Ganz bewußt haben sich die vier Gründer des Unternehmens diesen Standort gesucht. Als ehemalige SAP-Mitarbeiter nutzten sie die Chance, im Sog des Großunternehmens mit eigenen Dienstleistungen und Produkten auf den Markt zu gehen. "Wir vier waren bis 1994 als technische Berater für SAP R/3 bei SAP beschäftigt", erinnert sich Markus Adam, einer der Vorstände des Unternehmens. In einem Düsseldorfer Biergarten wurde im Sommer 1994 die Idee geboren, eine Lücke im wachsenden Markt für die Standard-Software R/3 auszunutzen: "Alle großen Unternehmensberatungen haben sich ausschließlich auf die SAP-Anwendungsberatung konzentriert. Außer bei der SAP gab es damals nur wenige Unternehmen, die auch technische Unterstützung bieten konnten."
Obwohl jeder der vier schon darüber nachgedacht hatte, sich als Einzelkämpfer selbständig zu machen, hatte bis dahin jeder diesen Schritt gescheut. "In unseren Köpfen schwirrten die gleichen Fragen: Dann bin ich ja völlig auf mich allein gestellt. Wie kommt man denn dann an Informationen? Was passiert, wenn ich krank werde?..."
Als Team erfolgreich
Zu viert fühlten sich die Gründer stark genug, um den Schritt zu wagen. Nur einen Monat dauerte es, bis der erste Großauftrag an Land gezogen werden konnte: Die Deutsche Post AG beauftragte realTech damit, die Verantwortung für ihr R/3-Projekt zu übernehmen. Der Erfolg dieses ersten Auftrags – die Post ist heute immer noch Kunde – sorgte für den nötigen Schwung: Bereits sechs Monate nach dem Start folgte die erste Auslandsniederlassung in den USA. Mit derzeit 100 Mitarbeitern erzielt das Unternehmen heute einen Umsatz von 16 Millionen DM - Niederlassungen in den USA, Italien und Australien folgten. Geplant ist, das Unternehmen in den nächsten Jahren auf über 100 Millionen DM Umsatz und mehrere hundert Mitarbeiter anwachsen zu lassen. Ein Börsengang ist für die Jahrtausendwende anvisiert. Neben der Beratungsleistung entwickelt und vermarktet realTech heute auch Produkte, die den Betrieb von R/3-Installationen erheblich erleichtern – auch dies ein Markt, der eng an den Erfolg von SAP gekoppelt ist.
Aufgrund ihrer ehrgeizigen Pläne wurden die vier Gründer zunächst häufig belächelt, vor allem die internationale Ausrichtung sorgte für kritische Stimmen, die angesichts des Erfolgs heute allerdings verstummt sind. In ihrer Vorgehensweise waren die Gründungsgesellschafter nur bei den Zielen wagemutig, nicht allerdings bei der Art und Weise, wie diese verfolgt wurden: "Unsere Maxime war immer, möglichst wenig Kosten zu verursachen. Unsere ersten Geschäftsräume wurden mit gebrauchten Büromöbeln ausgestattet, der erste PC kam von einem der Gründer und unsere erste Sekretärin wurde erst eingestellt, als wir bereits 15 Personen waren", berichtet Adam. Auch bei der Finanzierung ging man konservative Wege: "Unser größtes Startkapital ist das Know-how der vier Gründer. Bisher mußten wir noch nie Bankkredite aufnehmen, um uns zu finanzieren."
[top]
Effiziente und kostengünstige Verwaltung von SAP R/3
Remote Control ist Schlüsseltechnik bei Kostensenkung
Walldorf/Baden, Juni 1998.Viele SAP R/3 Installationen in kleineren und mittelständischen Betrieben kommen im Prinzip ohne System-Administrator aus. Möglich wird dies durch die Fernüberwachung durch einen Dienstleister; die ideale Lösung für Anwender von Compaq Serversystemen.
theGuard! ist ein Werkzeug, mit dem R/3 Systeme zentral überwacht werden können. Das SAP System stellt hierzu das CCMS zur Verfügung, mit dem das R/3 System kontinuierlich wichtige Parameter kontrolliert. Abweichungen vom Normalzustand werden durch gelbe und rote „Ampeln“ signalisiert. Neben den CCMS Informationen kann man auch beliebige andere Abläufe rund um R/3 überwachen.
Bei Auftreten eines Problems schickt das Tool der Walldorfer Firma realTech eine Fehlermeldung an ein Mobiltelefon. Damit kann schon auf entstehende Probleme ohne Zeitverlust reagiert werden - rund um die Uhr. Um diese Informationen auch für mehr als ein R/3 System übersichtlich handhaben zu können, nimmt theGuard! die Informationen aller angeschlossenen R/3 Systeme auf und zeigt deren Systemzustände an einer zentralen Überwachungskonsole graphisch an. Dabei werden nur die für den Administrator relevanten Informationen dargestellt, so daß er den Überblick über alle R/3 Systeme behält.
Zur Erleichterung der Administration können direkt aus der Konsole heraus per Maus SAP-GUI- oder Telnet Sessions aufgebaut werden. Per SAP Automation lassen sich auf diesem Weg auch beliebige Transaktionen in R/3 direkt anspringen, ohne sich jedesmal anmelden zu müssen.
Alarmierung nur im Ernstfall
Mit der Alarmierungskomponente von theGuard! lassen sich für verschiedene Fehlerzustände, unterschiedliche Systeme und beliebige Zeiten "Reaction Profiles" definieren, die beschreiben, was im Fehlerfall unternommen wird. So kann z.B. tagsüber anders alarmiert werden als nachts; Testsysteme behandelt man anders als produktive. Durch diese Feinkonfiguration wird sichergestellt, daß eine Alarmierung nur dann stattfindet, wenn die Situation dies tatsächlich erfordert. Das ist wichtig bei der Überwachung zu unbesetzten Zeiten oder bei der generellen Remote-Überwachung.
Wird ein kritischer Parameter festgestellt, so wird der zuständige Administrator per WakeUp-Call informiert, daß sein Eingreifen erforderlich ist. Sekunden später erhält er über sein Mobiltelefon per Short Message (SMS) eine detaillierte Fehlermeldung mit Angaben zu Maschinennamen, Zeit und Problem. So kann er sofort und gezielt handeln, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. Im täglichen Betrieb können statt SMS natürlich auch eMail und andere Mechanismen zur Alarmierung verwendet werden.
theGuard! besteht im wesentlichen aus zwei Komponenten: dem Agenten und der Überwachungskonsole. Jeder zu überwachende Server wird mit einem "guardAgent" ausgestattet. In der Konsole laufen die Meldungen aller "guardAgents" zusammen. Dabei zeigt die Konsole nicht nur gelbe und rote "Alerts", sondern gibt auch über Systemparameter und Performancewerte Auskunft. Neben der Verarbeitung der SAP CCMS Alerts zur klassischen R/3 Überwachung eröffnet theGuard! durch den Einsatz von "custom alerts" weitere Überwachungs- und Alarmierungsmöglichkeiten, wie ABAP/4 Batchjobs oder nächtliche Backups. Während eines R/3 Upgrades kann der Administrator sich alarmieren lassen, wenn zwischen zwei Putphasen sein Eingriff erforderlich sein sollte. theGuard! ist binnen weniger Minuten einsatzbereit und kommt ohne Eingriffe ins R/3 aus.
[top]



