realTech Italia gründet Tochtergesellschaft e-City mit Schwerpunkt auf Beratung für die virtuelle Community mySAP.com
Walldorf/Mailand, 9. Dezember 1999
Wolfgang Derks wechselt von der DB-Online zur Muttergesellschaft realTech AG, um dort das Alliance Management aufzubauen
Walldorf/Baden, 7. Dezember 1999
Karriere im Vertrieb
Walldorf/ Baden, Dezember 1999
Die realTech AG erneut unter Europas Top 500
Frankfurt am Main/Walldorf, 22. Dezember 1999
Mitarbeiterbeteiligungen als Erfolgsfaktor im "War for Talent"
Online Chat, Dezember 1999
realTech hat im dritten Quartal weiter kräftig zugelegt
Frankfurt am Main/Walldorf, 30. November 1999
realTech jetzt nationaler SAP Logopartner
Walldorf, 19. November 1999
hancke & peter IT Service AG, Aachen: Rahmenvertrag
mit der realTech AG
Aachen, 30. November 1999
Neue JAVA-Tools für Entwicklung und Administration von relationalen Datenbanken
Walldorf/Baden, Oktober 1999
CINeMa: Action für heterogene Netzwerke
Walldorf/Baden, Oktober 1999
realTech AG übernimmt LMC
Walldorf/Schweitenkirchen, 5. Oktober 1999
realTech Italia gründet Tochtergesellschaft e-City mit Schwerpunkt auf Beratung für die virtuelle Community mySAP.com
Walldorf/Mailand, 9. Dezember 1999.Die realTech Italia, Mailand, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der auf die technische SAP R/3-Beratung, IT-Consulting und Software-Entwicklung spezialisierten realTech AG, Walldorf, hat mit Wirkung vom 15. November 1999 das auf die Beratung für mySAP.com spezialisierte Unternehmen e-City S.r.l. mit Sitz in Agrate Brianza (Mailand) gegründet. Die Initiative mySAP.com der SAP AG dient Unternehmen zur Aufnahme und Pflege von Business to Business-Kontakten. Diese Plattform verbindet verschiedene SAP R/3-Systeme unterschiedlicher Unternehmen weltweit mit dem Internet. An der neuen Gesellschaft hält realTech Italia 49 Prozent, Massimo Compagnoni, der zum Präsidenten von e-City berufen wurde, verfügt über 51 Prozent der Gesellschaftsanteile. Compagnoni verfügt über langjährige Erfahrung als Consulting Manager für die Bereiche Logistik und Human Resources.
Diese Unternehmensgründung erfolgte vor dem Hintergrund der rasch wachsenden Bedeutung von e-Business-Lösungen für Unternehmen jeder Grössenordnung. e-City wird die vom Unternehmen angebotenen umfassenden Dienstleitungen auf Italien fokussieren. Die neue Gesellschaft stellt R/3-Anwendern, die e-Commerce- sowie Business-to-Business-Dienste nutzen wollen, umfassende Unterstützung bei der Implementierung und Realisierung von Web-Portalen bereit.
Mit der Bereitstellung dieser Internet-Plattform hat SAP begonnen, Unternehmen einen innovativen und dynamischen Weg zum Auf- und Ausbau ihrer Marktpräsenz und ihrer Kundenbeziehungen sowie zur Optimierung ihrer Kontakte zu erschließen. Auf Basis von mySAP.com entsteht eine „virtuelle Community", der das initiierende Unternehmen sowie dessen Kunden, Lieferanten und gegebenenfalls weitere Gesellschaften angehören. Eine derartige Lösung erlaubt jedem Benutzer den Zugang zu den klassischen Geschäftsapplikationen, das heißt in erster Linie den Zugang zu SAP R/3-Systemen, die mit allen vom Netz abrufbaren Diensten integriert werden. Die Beratungsgesellschaft e-City wird Unternehmen, die SAP R/3 bereits nutzen oder deren betriebliche Einführung in Erwägung ziehen, beim Aufbau ihrer eigenständigen Business-Community in Anlehnung an mySAP.com unterstützen.
Mit der mySAP.com Initiative wird die traditionelle Trennung zwischen Website und ERP-System (R/3) überwunden. Die auf diese Weise miteinander verbundenen Unternehmen werden sich dabei auf der firmenspezifischen Portalplattform treffen, die in das ERP-System integriert ist. Diese aus betrieblicher Sicht wichtigste Neuerung wird zur Integration von SAP R/3-Expertise mit Know-how aus den Bereichen Internet, e-Business und e-Commerce führen. e-City fungiert dabei als Berater für die Integration von SAP R/3-Systemen und e-Commerce-Plattformen von Unternehmen.
Das Unternehmen e-City ist ein qualifizierter Partner für alle Beratungs- und Schulungs-Dienstleistungen auf dem Gebiet der Internet-Anwendungen im Rahmen mySAP.com. Darüber hinaus kann e-City auf Basis der umfassenden Expertise auf dem Sektor der SAP R/3-Software auch Beratung und Schulung für Anwendungen im Bereich supply chain management und Wissensmanagement übernehmen.
realTech Italia ist ein führender Anbieter von technischem Support für SAP R/3-Systeme und aufgrund der erfolgreichen Implementierung von SAP-Systemen und deren Integration in die betriebliche Organisation bei zahlreichen Unternehmen Referenzpartner von SAP. Die Gesellschaft, die überdies die von der realTech-Gruppe entwickelten Applikationen theGuard!, TransportManager, InterfaceManager IM/3, DUO/2000 und CINeMa vertreibt, ist derzeit im Begriff, ihre Dienstleistungspalette auf Basis aktueller SAP-Innovationen auf neue Gebiete auszudehnen.
In der Praxis wird realTech Italia die technologische Unterstützung für die Installation der SAP-Software, die Gestaltung der Infrastruktur und deren Abstimmung auf das jeweilige betriebliche Umfeld bereitstellen. e-City übernimmt in diesem Zusammenhang die Verknüpfung von SAP-Lösungen mit Internet-Anwendungen im Rahmen von mySAP.com. Ein auf die neuen Technologien ausgerichtetes Trainee Programm wird derzeit vorbereitet und findet ab Januar 2000 in der Zentrale der realTech AG in Walldorf statt.
[top]
Wolfgang Derks wechselt von der DB-Online zur Muttergesellschaft realTech AG, um dort das ”Alliance Management" aufzubauen
Walldorf/Baden, 7. Dezember 1999.Wolfgang Derks, seit Mai 1996 Leiter der Geschäftsstelle Düsseldorf der realTech-Tochtergesellschaft DB-Online GmbH, wechselte im November 1999 zur Muttergesellschaft realTech AG in Walldorf, um dort das "Alliance Management" aufzubauen. Insbesondere wird er die Kommunikation zu den bestehenden realTech-Partnern intensivieren sowie neue strategische Partnerschaften entwickeln. Seine Zielsetzung ist es, für eine stärkere Globalisierung der Geschäftsentwicklung zu sorgen und neue Geschäftsfelder in Verbindung mit wichtigen, weltweit tätigen IT-Firmen und Partnern wie Compaq, Oracle, SAP, Microsoft, IBM, HP, KPMG oder SVC zu erschließen. Bereits bestehende Allianzen wie die SAP-Logo-Partnerschaft und weitere globale Geschäftsvereinbarungen (wie die Migration von Compaq/NT oder Microsoft/SQL) wird Wolfgang Derks weiter pflegen.
Wolfgang Derks (38) kommt ursprünglich (seit 1984) aus der Großrechner- und später der Midrange-Entwicklung im Oracle-Umfeld. Weitere Kenntnisse und Erfahrungen hat er sich beim Aufbau der technischen Infrastruktur für ein europaweites Data Warehouse, sowie bei Projekten zur Administration und zum Tuning von Oracle-Datenbanken und von SAP R/3-Systemen erworben.
[top]
Karriere im Vertrieb
Rainer Herm übernimmt bei der realTech sales GmbH das Key Account Management/ Tochtergesellschaft der realTech vertreibt Softwarelösungen für SAP-R/3 Systeme
Walldorf/ Baden, Dezember 1999.Rainer Herm übernimmt das Key Account Management der realTech sales GmbH, Walldorf, einer 100%igen Tochtergesellschaft der realTech AG, die Software im Bereich Rechenzentrums-Administration für SAP R/3-Systeme anbietet. Dabei sind seine vorrangigen Aufgaben, die wichtigsten Kunden zu betreuen, die Beziehungen zu pflegen, sowie für eine weitere Intensivierung des Vertriebs der realTech-Produkte und -Dienstleistungen Sorge zu tragen.
Rainer Herm war seit 1998 bei der realTech-Tochtergesellschaft DB-Online als Leiter des Vertriebs tätig. Für seine neue Funktion bringt er fundierte Erfahrungen aus Account Management in der Gross-Industrie (DEC), aber auch aus seiner Tätigkeit als Vertriebsleiter für Netzwerkmanagementsysteme mit. Sein Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) absolvierte er 1982 an der Fachhochschule in Karlsruhe.
[top]
Der Club der Dynamiker
Pan-europäische Studie bestätigt überdurchschnittliches Wachstum bei Beschäftigtenzahl - Schaffung von 650 neuen Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2004 geplant
Frankfurt am Main/Walldorf, 22. Dezember 1999.Die realTech AG, Walldorf, zählt sowohl in Deutschland als auch in Europa zu den Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren. Nach einer jetzt veröffentlichte pan-europäischen Studie der unabhängigen GrowthPlus Organisation in Brüssel belegt das Walldorfer Unternehmen den fünften Platz von 108 deutschen Unternehmen und liegt im europäischen Vergleich auf Platz 27. Die realTech AG, Spezialist für technische SAP R/3-Beratung, IT-Consulting und Softwareentwicklung, nimmt damit zum zweiten Mal in Folge eine Spitzenposition in der europäischen Rangliste ein. Insgesamt wurden 500 Unternehmen von einer Fachjury ausgewählt und nach einer Kombination aus relativem und absolutem Mitarbeiterwachstum, dem sogenannten David Birch Employee Growth Index (DaBEG) bewertet.
Die realTech AG hat in diesem Jahr rund 115 neue Mitarbeiter in Deutschland und gut 175 im Konzern insgesamt eingestellt bzw. durch Akquisition hinzu gewonnen. Das entspricht einem Anstieg von 135 beziehungsweise 95 Prozent. Zur Zeit beschäftigt das Unternehmen weltweit 360 Mitarbeiter, bis zum Jahr 2004 ist ein Anstieg auf 1000 Beschäftigte geplant.
Das 1994 von vier ehemaligen SAP-Mitarbeitern gegründete Unternehmen erzielte in den Jahren 1994 und 1997 eine Umsatzsteigerung von 169.900 Prozent auf 17 Millionen DM. In 1998 lag der Umsatz bei 33,7 Millionen DM und per 30. September diesen Jahres bereits bei 38,56 Millionen DM. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von anfänglich vier über 185 Ende 1998 auf inzwischen 360. Der Börsengang des Unternehmens im Frühjahr 1999 gab der Beratungsfirma einen weiteren Expansionsschub für nationales und internationales Wachstum. Die anfänglich als "Garagenfirma" in SAP-Nähe gegründete realTech AG hat inzwischen dem internen und externen Wachstum Rechnung getragen und ist im November in neue Bürogebäude unweit des alten Gebäudes umgezogen.
Die GrowthPlus Organisation erfasst in ihrer Studie ausschließlich unabhängige Unternehmen, die nicht durch Unternehmenskäufe, sondern aus eigener Kraft expandieren. Auf dieser Grundlage werden die Faktoren erforscht, die den dynamisch und langfristig wachsenden Unternehmen zugrunde liegen. Die Brüsseler Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, schnell wachsende Unternehmen in Europa zu ermitteln und fundierte Statistiken besonders hinsichtlich der Arbeitsplatzbeschaffung zu erstellen. So haben nach Angaben von GrowthPlus Europas Top 500 im Zeitraum von 1992 bis 1997 insgesamt 181.371 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies bestätige, so GrowthPlus, wie wichtig unternehmerisches Wachstum für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei.
„Unsere Mitglieder haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 200.000 neue Jobs geschaffen. In der gleichen Zeit haben Großkonzerne 600.000 Arbeitsplätze abgebaut", sagt Martin Schoeller, Vorsitzender der deutschen Sektion von GrowthPlus und mit seiner Firma Schoeller Packaging Systems GmbH in Pullach bei München auf Platz 303 in der europäischen Wertung notiert.
[top]
Mitarbeiterbeteiligungen als Erfolgsfaktor im "War for Talent"
mit Markus Adam, Vorstandsvorsitzender der realTech AG, und Johannes Pruchnow, Senior-Projektleiter der New Venture Practice von McKinsey
Moderator:
Herzlich willkommen zu unserem Dezember-Chat zum Thema Mitarbeiterbeteiligungen als Erfolgsfaktor im "War for Talent".
Wir freuen uns als Gäste Markus Adam, Vorstandsvorsitzender der realTech AG, und Johannes Pruchnow, Senior-Projektleiter der New Venture Practice von McKinsey begrüßen zu dürfen.
Unsere Gäste stehen Ihnen in der nächsten Stunde für die Beantwortung Ihrer Fragen zum Thema unseres Chats zur Verfügung.
Pruchnow - McKinsey:
Guten Abend! Ich freue mich auf eine spannende Diskussion!
Adam - realTech:
Guten Abend! Auch ich freue mich, Ihnen aktuelle Informationen zum Thema Mitarbeiterbeteiligung geben zu können.
Moderator:
Ich würde vorschlagen, das Thema in drei Blöcke zu teilen:
1.) Ist der "Kampf um die Besten" in Deutschland tatsächlich ein Thema?
2.) Welche Rolle können Mitarbeiterbeteiligungsprogramme bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften spielen?
3.) Worauf sollte man bei der Gestaltung von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen achten?
Wie gewohnt werden unsere Experten zunächst einen kurzen Überblick über den jeweiligen Themenblock geben, um dann Ihre Fragen entgegenzunehmen.
Moderator:
Herr Pruchnow, es wird viel über die Knappheit von guten Führungskräften gesprochen. Liegen dem Fakten zugrunde oder handelt es sich eher um eine unbegründete Sorge?
Pruchnow - McKinsey:
Ich meine, es handelt sich um eine sehr berechtigte Sorge. Der Kampf um die Besten ist längst Realität. Gute Mitarbeiter waren und sind eine knappe Resource, die sich in Zukunft weiter verringern wird. Dem liegen auch Fakten zugrunde.
Ab dem Jahr 2000 wird in Deutschland ebenso wie in Europa die Gruppe der 30-44 Jährigen, also genau die Altersgruppe aus der sich potentielle Führungskräfte rekrutieren, ständig kleiner. Das bedeutet allein in Deutschland bis zum Jahr 2020 einen Rückgang um über 25%. Ein Rückgang in dieser Größenordnung ist durch gegenläufige Effekte, wie zum Beispiel einem wachsenden Anteil an Hochschulabsolventen in dieser Gruppe, nur teilweise zu kompensieren.
Adam - realTech:
Nicht nur Führungskräfte, auch qualifiziertes Fachpersonal ist schwierig zu gewinnen. Dies trifft insbesondere für die IT-Branche, in der auch realTech tätig ist, zu.
Als Unternehmen mit Schwerpunkt auf Dienstleistungen in einem attraktiven Markt, der technischen SAP-Beratung, ist unser Wachstum in diesem Bereich nur durch die Knappheit an geeignetem Personal limitiert.
Pruchnow - McKinsey:
Um ein paar Zahlenbeispiele zu nennen: In den USA blieben 1998 rund 10% der Arbeitsplätze auf dem IT-Sektor auf Grund von Mangel an entsprechenden Arbeitskräften unbesetzt.
Adam - realTech:
Gerade in Deutschland sind erfahrene Softwareentwickler sehr rar. Somit betrifft dies nicht nur den amerikanischen, sondern auch den deutschen IT-Arbeitsmarkt.
Pruchnow - McKinsey:
Nach einer aktuellen Studie der International Data Corporation (IDC) zum Internet-Arbeitsmarkt werden bis zum Jahr 2002 in Deutschland knapp 200.000 offen Stellen rund um die Geschäftsfelder Internet und E-Commerce nicht besetzt werden können.
Moderator:
Herr Adam, wie versuchen Sie diese Lücke im IT-Bereich zu schliessen?
Adam - realTech:
Wir suchen die Mitarbeiter direkt an der Universität und bilden sie durch ein internes Trainingsprogramm aus. Durch gezielte Weiterbildung ziehen wir uns so unsere eigenen Experten heran.
htg:
Ist das nicht eine Art Zyklus? Jetzt werden Leute gesucht, in fünf Jahren sind sie endlich ausgebildet, doch dann braucht sie keiner mehr, weil alles automatisiert ist?
Pruchnow - McKinsey:
Aufgrund der sehr hohen Wachstumsraten im IT- und SW- Bereich, aber auch im Internet/E-Commerce-Bereich generell ist ein solcher Zyklus nicht zu erwarten.
Adam - realTech:
Vor 10 Jahren fand ein wesentlicher Wandel in der IT-Industrie alle 5 Jahre statt.
Heute gibt es alle 2 Jahre große Neuerungen. Deshalb wird der IT-Markt auf lange Zeit viele Fachkräfte nachfragen.
Moderator:
Sieht die Situation im Europäischen Ausland entspannter aus?
Adam - realTech:
In England ist die Situation ähnlich wie in Deutschland. In Spanien und Italien ist die Situation entspannter.
Moderator:
Kann man sich Fachkräfte dann nicht aus Italien und Spanien "importieren"?
Adam - realTech:
Unser Hauptgeschäft ist die IT-Beratung, somit müssen die Fachkräfte deutsch sprechen; die wenigsten Spanier oder Italiener beherrschen die deutsche Sprache. Die Bereitschaft die Länder zu verlassen, ist auch häufig nicht gegeben.
htr:
Ich denke, es geht um Mitarbeiterbeteiligungen!?
Pruchnow - McKinsey:
Vielen Dank für die Frage. Gerade Mitarbeiterbeteiligungen sind ein notwendiges Instrument, um neue Mitarbeiter, z.B. auch aus dem Ausland, für das Unternehmen zu gewinnen.
Moderator:
Geht es hier nur um Geld?
Pruchnow - McKinsey:
In unserer "War for Talent"-Studie, der eine Befragung von Managern zugrunde liegt, hat sich gezeigt, dass neben dem guten Ruf einer Firma vor allem die Entwicklungsmöglichkeiten für den Mitarbeiter eine entscheidende Rolle bei der Jobauswahl spielt.
Aber auch finanzielle Anreize sind entscheidend. Ab einem gewissen Punkt ist für Manager Kompensation vielleicht weniger wichtig, aber bis zu diesem Punkt ist sie sehr wichtig.
Moderator:
Das kann dann aber doch nur gute Bezahlung bedeuten?
Adam - realTech:
Wenn man dabei nur auf das Gehalt abstellt, lautet die Antwort nein. Denn entscheidend ist nicht unbedingt die Höhe des Fixgehaltes, sondern vielmehr die Beteiligung am Unternehmen.
Gerade bei Unternehmen mit Potential zu erheblichen Wertsteigerungen ist eine Beteiligung am Unternehmen oft attraktiver als ein hohes Gehalt. Außerdem verbessert das Unternehmen seine Liquidität, wenn es einen Teil der Personalkosten nicht in Cash auszahlen muß. Das ist ein nicht unwesentlicher Faktor für ein Wachstumsunternehmen.
Pruchnow - McKinsey:
Genau. Bei einem von McKinsey unternommenen Vergleich von Unternehmen im Softwarebereich zeigte sich außerdem, daß der Anteil von Firmen mit Mitarbeiterbeteiligung bei den erfolgreichen Firmen etwa doppelt so hoch ist, wie bei weniger erfolgreichen Firmen.
htr:
Welche Modelle gibt es, was ist am erfolgreichsten?
Pruchnow - McKinsey:
Es werden in zunehmendem Maße aktienbasierte Modelle angewandt.
Adam - realTech:
Wir haben vor dem Börsengang Aktien zum Nennwert an die Mitarbeiter verkauft. Die Mitarbeiter haben zum Erwerb der Aktien ein zinsloses Darlehen erhalten.
Das nächste Programm wird ein Optionsprogramm sein, dies ist einfacher umzusetzen, wenn man bereits an der Börse ist.
karl ewald:
Herr Adam, wer ist bei Ihnen beteiligt? Alle Mitarbeiter?
Adam - realTech:
Bei uns sind alle Mitarbeiter von der Putzfrau bis zum Vorstand beteiligt.
Moderator:
Welches genau sind die Vorteile von Aktien-basierten Modellen gegenüber anderen Modellen?
Pruchnow - McKinsey:
Aktienbasierte Modelle, die zu den Kapitalbeteiligungen zählen, haben verschiedene Vorteile gegenüber anderen Erfolgsbeteiligungen, wie z.B. einer Erfolgsprämie.
Ein wichtiger Pluspunkt für die Mitarbeiter ist z.B. die direkte Beteiligung am Unternehmen und damit die Teilnahme am Unternehmenserfolg (Kurssteigerungen).
Vorteile für die Unternnehmen sind Liquiditätsschonung, Stärkung der Eigenkapitalbasis und vor allem Mitarbeiterbindung und -motivation.
Clark Kent:
Wie lange ist dann üblicherweise die Zeit, die sich ein Mitarbeiter an ein Unternehmen binden muss, um in den Genuß der Beteiligungsumwandlung zu kommen?
Adam - realTech:
Unter der Voraussetzung eines permanent sich nach oben entwickelnden Aktienkurses können die Mitarbeiter in den nächsten 10 Jahren nicht kündigen, ohne einen gewissen Verlust hinzunehmen.
Unsere Mitarbeiter erhalten alle 2 Jahre Optionen. Nach 2 Jahren dürfen 40 %, nach 3 Jahren 70% und nach 4 Jahren 100% veräußert werden. Das Programm wird insgesamt fünfmal hintereinander durchgeführt.
Dadaleaus:
Was können nicht börsennotierte Unternehmen tun, um mitzuhalten?
Pruchnow - McKinsey:
Auch nicht-börsennotierte AGs können Aktien an ihre Mitarbeiter ausgeben.
Problematisch sind jedoch die Wertbestimmung der Aktie und die Exit-Möglichkeiten für die Mitarbeiter.
GmbHs oder KGs können ebenfalls Anteile ausgeben.
almöhi:
Und was ist mit der demotivatorischen Wirkung bei einem Kurssturz?
Adam - realTech:
Das Optionsprogramm hat überhaupt keine Wirkung bei fallenden Kursen, aber jeder Mitarbeiter kann bereits dafür Sorge tragen, dass das Geschäft floriert.
Pruchnow - McKinsey:
Die Option kostet den Mitarbeiter zunächst nichts. Die Option wird nur bei steigenden Kursen ausgeübt.
almöhi:
Und bei Mitarbeiteraktien? Hier werden die Mitarbeiter ja erstmals zur Kasse gebeten und tragen dann das volle Risiko?
Pruchnow - McKinsey:
Mitarbeiteraktien haben tatsächlich die angesprochenen Nachteile. Deswegen gewinnen Aktienoptionen zunehmend an Bedeutung.
htr:
Bei fallenden Kursen gehen Mitarbeiter leer aus und haben zwei Jahre zuvor die falsche Entscheidung getroffen?
Adam - realTech:
Jeder einzelne Mitarbeiter hat die Möglichkeit, daran mitzuwirken, dass die Unternehmensentwicklung positiv verläuft.
htr:
Was haben die Mitarbeiter bis heute daran verdient?
Adam - realTech:
Die Aktien der Mitarbeiter bei realTech haben sich für sie bisher ver50facht.
Pruchnow - McKinsey:
Genaue Angaben zum Erfolg auf statistischer Basis sind nicht bekannt, außerdem sind die Aussagen von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich.
Immerhin sind aber bei den meisten NEMAX-Unternehmen zwischen 4% und 10% der Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt.
Wenn Unternehmen so erfolgreich sind, wie die Börsenlieblinge Intershop oder EM.TV, dann gewinnen auch die Mitarbeiter beträchtlich.
Dadaleaus:
Wie hoch sollte das fix/variabel Gehalt Verhältnis sein ?
Adam - realTech:
Bei realTech werden fast alle Mitarbeiter zu einem Drittel variabel vergütet.
Pruchnow - McKinsey:
Bei Führungskräften ist der variable Anteil in der Regel höher und beträgt bis zu 80% oder 90% in manchen US-Unternehmen.
Für Deutschland sind die Zahlen etwas niedriger und erreichen bis zu 60% der Gesamtvergütung.
almöhi:
Betreffen diese Zahlen dann nur Führungskräfte oder die gesamte Belegschaft?
Adam - realTech:
Die Führungskräfte haben in der Regel einen deutlich höheren variablen Anteil, bei Beratern und Softwareentwicklern ist das Verhältnis ungefähr 60-70% fix und der Rest variabel.
Dadaleaus:
Wie wurden bei jüngst am neuen Markt notierten Unternehmen Optionen vergeben?
Pruchnow - McKinsey:
Bei den NEMAX-50-Unternehmen nutzen 70% Aktienoptionsmodelle für Mitarbeiterbeteiligungen und 90% haben irgendeine Form von Beteiligunsprogramm.
Bei 80% der Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligungen sind alle Mitarbeiter beteiligt.
jobber:
Man muss ja Mitarbeiter nicht zwingend materiell beteiligen. Guter Arbeitsplatz, gute Ausstattung, Dienstwagen, Laptop nach Hause - das sind doch auch Anreize?
Adam - realTech:
Eine richtige Bemerkung! Neben materiellen Vergütungen haben wir regelmäßige Mitarbeitermeetings, bei denen wir anschließend Essen gehen.
Einmal im Jahr führen wir ein Teambuilding-Wochenende durch, bei dem alle Mitarbeiter gemeinsam einen Ausflug unternehmen, Sport treiben und aktiv Teambuilding betreiben.
Alle Mitarbeiter haben nach 2,5 Jahren Anspruch auf einen Firmenwagen, mittags gibt es kostenloses Essen und es gibt viele weitere Vergünstigungen.
Pruchnow - McKinsey:
Das Ergebnis unserer vorher genannten "War for Talent"-Studie zeigt, dass drei Faktoren als Anreizfaktoren wichtig sind:
1) differenzierte Kompensation
2) großartiger Job
3) eine als exzellent wahrgenommene Firma
Zu 2) gehört z.B. Freiheit und Autonomie (56% der Befragten) und das Bestehen interessanter Herausforderungen (51%).
Zu 3) gehören Werte und Kultur eines Unternehmens (58%) sowie ein gutes Management (50%).
Außerdem gibt es "immaterielle Mitarbeiterbeteiligung": Eine große Reise als Belohnung für gute Leistung, gute Information des Top-Management über die Unternehmensentwicklung, gemeinsame Parties bei persönlichen und Unternehmenserfolgen und vieles mehr.
almöhi:
Man hört ja immer wieder, das amerikanische Optionssystem wäre so viel besser. Worin bestehen denn genau die Unterschiede?
Adam - realTech:
Das Schaffen von Optionsprogrammen auf der Hauptversammlung ist einfacher.
Für amerikanische Investoren ist es sehr wichtig, dass Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt sind. In Deutschland dagegen muss man sich häufig den Vorwurf gefallen lassen, die Beteiligten wollten sich bereichern.
Pruchnow - McKinsey:
Außerdem gibt es Unterschiede in der steuerlichen Behandlung. In USA sind in der Regel Aktienoptionsporgramme steuerlich begünstigt.
htr:
Also gehe ich besser gleich in die USA, wenn ich ein gefragter Experte bin?
Adam - realTech:
Vor vier Jahren hätten Sie damit Recht gehabt; heute können Sie in Deutschland bleiben!
Pruchnow - McKinsey:
In Deutschland sind die jungen Unternehmen heute das Vorbild für die Großunternehmen, wo heute zunehmend ebenfalls solche Programme geplant werden.
htr:
Würden Sie jungen Unternehmen, denen der Börsengang noch bevorsteht, eher zu Programmen über Mitarbeiteraktien raten, oder gleich einen Deal mit Stockoptions vorschlagen?
Pruchnow - McKinsey:
Aktionoptionen sind heute das zu bevorzugende Instrument.
Moderator:
Hiermit sind wir leider schon wieder am Ende unserer Chatzeit angekommen.
Herzlichen Dank an unsere Gäste, Herrn Markus Adam von realTech und Herrn Johannes Pruchnow von McKinsey für Ihre interessanten Beiträge. Dank auch an unsere Chatter für die vielen spannenden Fragen.
Wir wünschen Ihnen daß Sie gesund ins neue Jahrtausend kommen und haben deshalb unsere Januar-Chats unter das spannende Motto E-Health gestellt.
Roman Rittweger von Arzt Partner und Axel Bauer von McKinsey werden dann über die Implikationen des Internets für das Gesundheitswesen diskutieren.
Hintergrundinformationen zum "War for Talent" finden Sie wie immer auf der gemeinsamen Seite von Manager Magazin und McKinsey unter www.manager-magazin.de/venture.
[top]
realTech hat im dritten Quartal weiter kräftig zugelegt
Umsatz und Ertrag liegen bereits nach neun Monaten über dem Vorjahr - Strategische Akquisitionen und Kooperationen haben die Angebotspalette des Walldorfer Beratungsunternehmens erweitert - Ernennung zum nationalen SAP-Logopartner
Frankfurt am Main/Walldorf, 30. November 1999.Die realTech AG, Walldorf, konnte ihren Umsatz auch im dritten Quartal 1999 deutlich steigern und das Vorjahres-Ergebnis bereits nach neun Monaten übertreffen. Der Spezialist für technische SAP R/3-Beratung, IT-Consulting und Softwareentwicklung erzielte per Ende September einen konsolidierten Konzernumsatz von 38,56 Millionen DM und lag damit 68 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresumsatz und bereits 14 Prozent über dem Gesamtumsatz des Vorjahres von 33,7 Millionen DM. Der Umsatz mit eigenentwickelter Software lag mit 1,7 Mio. DM 49% über dem Gesamtumsatz des Vorjahres. Auch das Vorjahresgesamt EBIT von 5,48 Millionen DM ist mit 6,08 Millionen DM bereits nach neuen Monaten übertroffen worden.
Der Jahresüberschuss des seit April 1999 am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmens stieg von 1,62 Mio DM im Gesamtjahr 1998 auf 4,14 Mio DM zum Abschluss des 3. Quartals 1999. Das entspricht einer Steigerung von 154 Prozent. Die Nettoumsatzrendite ist per 30. September 1999 auf elf Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr 1999 rechnet realTech weiter mit steigenden Umsätzen. Das Walldorfer Unternehmen geht davon aus, den geplanten Jahresumsatz zu übertreffen.
Im 3. Quartal erzielte das mit acht ausländischen Tochtergesellschaften weltweit operierenden Unternehmen Umsätzerlöse von 14,7 Mio DM. Der Umsatz mit eigenentwickelter Software betrug im gleichen Zeitraum 0,7 Mio. DM.
Akquisitionen sichern Basis für weiteres Wachstum
In den vergangenen Monaten hat realTech durch strategische Akquisitionen und Kooperationen die Basis für weiteres quantitatives und qualitatives Wachstums gelegt.
Die Übernahme des Entwicklungsunternehmens LMC - Software-Spezialist für windowsbasierte LAN-Lösungen - ermöglicht realTech die Komplettierung der bestehenden Software-Palette. Durch die Akquisition erweitert realTech ihre Expertise um den Bereich Netzwerk-Management-Lösungen.
Durch die 51prozentige Beteiligung an der GloBE technology GmbH, einem Unternehmen, das sich auf integrierte Workflow-Lösungen für Internet- und Intranet-Anwendungen spezialisiert hat, verfügt realTech über eine erweiterte Kompetenz auf den überproportional wachsenden Intra- und Internet-Märkten. Besonders mittelständische Unternehmen stützen sich zunehmend auf Workflowlösungen, die auch bei bei einer dezentralen Unternehmensstruktur eine effiziente Steuerung ermöglichen.
Auch das im Sommer zusammen mit der SVC AG gegründete Jointventure IT-GO! GmbH ist auf Lösungen für den Mittelstand spezialisiert. Das Unternehmen bietet als Dienstleister ein komplettes Angebot an SAP R/3 Outsourcing-Lösungen für den Mittelstand. Nach drei Monaten hat IT-GO! bereits 5 Kunden unter Vertrag.
Qualitätssiegel: nationaler SAP-Logopartner
Seit Anfang November zählt die realTech AG zur Gruppe der nationalen SAP-Logopartner. Nur 42 Unternehmen haben in Deutschland dieses Qualitätssiegel erhalten. Die SAP-Logopartner sind Beratungsunternehmen, die durch nachgewiesene Fachkenntnisse Unternehmen in allen Phasen der SAP/R3 Implementierung unterstützen. Sie ergänzen die SAP-eigenen Beratungsdienste und tragen wesentlich dazu bei, den Kosten- und Zeitaufwand bei der Implementierung so gering wie möglich zu halten.
[top]
realTech ist jetzt nationaler SAP-Logopartner
Der Walldorfer Beratungsspezialist realTech ist seit vergangener Woche nationaler SAP-Logopartner. Damit gehört das aufstrebende Unternehmen zu den derzeit 42 Partnern in Deutschland, die von SAP zertifiziert sind und dieses Gütesiegel führen dürfen
Walldorf, 19. November 1999.SAP-Logopartner sind Beratungsunternehmen, die in allen Phasen der R/3-Implementierung Unterstützung bieten. Sie verfügen über nachgewiesene Fachkenntnisse, wenn es um die Umstellung auf neue Systeme und den Einsatz von Technologie zum Nutzen des Unternehmens geht. Die Beratungspartner nutzen ihre Erfahrungen, die sie im Umgang mit SAP-Systemen gesammelt haben, um den Kosten- und Zeitaufwand für die Implementierung so gering wie möglich zu halten und eine optimale Nutzung der Investitionen zu gewährleisten. Durch Qualität und langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit ausgezeichnet, ergänzen die SAP-Partner die SAP-eigenen Beratungsdienste.
Dazu Rainer Schmidt, realTech-Vorstand: „realTech ist stolz, in nur 5 Jahren den Sprung unter die ganz „Grossen" geschafft zu haben. Dass dieser Titel nicht nur die Quantität, sondern vor allem auch die Qualität unserer Arbeit auszeichnet, freut uns um so mehr. Die Partnerschaft wird den Informationsfluss zwischen realTech und SAP weiter intensivieren und stellt unsere Zusammenarbeit auf eine strategische Ebene. Davon profitieren natürlich auch unsere Kunden, denn durch die Schnelllebigkeit der Informationen heutzutage ist Aktualität wichtiger denn je."
Das SAP-Partner-Programm erlaubt es den Kunden, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen einen geeigneten Hardware-, Technolo



