REALTECH AG
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Juli - Dezember 2000


Interview mit Daniele Di Croce, CFO der realTech AG Rhein-Neckar-Zeitung, 23.11.2000

realTech startet in Argentinien Walldorf, 22. November 2000

realTech steigert Umsatz in den ersten neun Monaten um 61 Prozent Walldorf, 15. November 2000

realTech schließt Übernahme von Globe ab Walldorf, 16. Oktober 2000

realTech stellt Weichen für die Zukunft Walldorf, 3. Juli 2000

Interview mit Daniele Di Croce, CFO der realTech AG

Interview mit Daniele Di Croce, Vorstandssprecher und Mitgründer des Walldorfer Technologie-Beraters realTech AG

Walldorf, 23.11.2000.
Die Aktie des Technologieberaters und Software-Entwicklers realTech ist in den letzten Monaten böse unter die Räder gekommen. Der Sturz vom Höchstkurs von 120 Euro im Frühjahr auf aktuell unter 11 Euro war schmerzhaft - vor allem für die Aktionäre, aber auch für das Unternehmen. Selbst der Emissionskurs von 54 Euro im April 1999 scheint aus heutiger Sicht unerreichbar. Dabei ist das Unternehmen keine Geldverbrennungsanstalt wie zahlreiche andere Unternehmen am Neuen Markt, im operativen Geschäft wird Geld verdient. Die RNZ sprach mit Daniele Di Croce, Vorstandssprecher und Mitgründer, über den Aktienkurs und über die Aussichten für das Unternehmen, das mittlerweile über 500 Mitarbeiter zählt.

Herr Di Croce, warum notiert die realTech-Aktie fast 80 Prozent unter dem Emissionskurs? Ist das die Strafe für die zu optimistischen Gewinnprognosen beim Börsengang?

Das war unser einziger Fehler: Wir haben uns tatsächlich verplant. Dafür sind wir abgestraft worden. Es ist sehr viel auf uns zugekommen, was wir unterschätzt haben.

Was war das?

In den Jahren vor dem Börsengang sind wir gewachsen, ohne auf Strukturen zu achten. Die Anforderungen nach dem Börsengang waren groß: Öffentlichkeitsarbeit, Investor Relations, eine ganz andere Qualität der Berichterstattung wurde nötig. Dabei ist realTech weiter gewachsen. Wir sind Ende 1999 in unser neues Gebäude gezogen. Wir haben Unternehmen gekauft: Das alles zu managen und zu integrieren hat Kräfte gekostet. Das Ausmaß war uns vorher nicht so klar, denn das waren unsere ersten Akquisitionen. Wir haben eine Menge Lehrgeld gezahlt.

Es gab aber auch massive Probleme in Übersee?

Ja, wir hatten Management-Probleme in Australien. Wir mußten uns Mitte 1999 von unserem Manager trennen, weil er seinen Anforderungen nicht gerecht wurde. Er hat sich nach der Trennung nicht professionell verhalten, uns verklagt und die ganze Geschäftsstelle in einen Strudel gerissen. Dazu kamen Schwierigkeiten in den USA.

Ebenfalls Management-Probleme?

Ja. Wir hatten Ende 1999 das Management ausgewechselt, aber danach wurde es noch schlimmer. Wir hatten angenommen, daß der US-Markt der am stärksten wachsende Markt sein würde und sehr bald wesentlich mehr beitragen würde als Europa. Wir hatten für dieses Jahr mit einem Gewinn von einer Million Dollar gerechnet, es wird wohl eine Million Verlust werden.

Sind die Probleme gelöst?

Zum einen haben wir in den USA eine geplante Akquisition nicht durchgeführt, das Unternehmen hätte uns wohl in den Ruin getrieben. Wir sind froh, daß wir den Mut hatten "Nein" zu sagen. In diesem Monat konnten wir mit Ralph Jacobus einen erfahrenen Manager als Chief Executive Officer gewinnen, der über mehr als zehn Jahre Marketing- und Vertriebserfahrung im internationalen IT-Umfeld verfügt. Im übernächsten Jahr erwarten wir einen Ergebnisbeitrag aus den USA.

Wie hoch sind Ihre liquiden Mittel?

Wir haben einen Liquiditätsbestand von 70 Millionen Mark und einen Kassenbestand von rund 35 Millionen Mark. Wir haben uns bisher nicht verhoben und nichts gemacht, was die Existenz des Unternehmens gefährden könnte. Investieren werden wir in die Produkte und in den Vertrieb. Eine Akquisition ist nicht geplant, aber wir halten immer Ausschau nach Perlen. Die sind aber selten.

Was den Umsatz und die Zahl der Mitarbeiter betrifft, wächst realTech ja noch nach den alten Prognosen.

Wir haben keine Kunden verloren, wir haben keinen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen wie viele andere Unternehmen nach dem Jahr 2000. Wir haben nur in die fehlenden Strukturen investieren müssen. Das hat Geld gekostet. Auch im nächsten Jahr werden wir weitere Mitarbeiter einstellen. realTech ist ein attraktiver Arbeitgeber.

Welche Strukturen haben realTech gefehlt?

Unser Wachstum erfordert Management-Strukturen, eine kreative Führungsschicht unter dem Vorstand, die auch Teilbereiche verantwortet. Wir brauchen Verantwortliche für unsere stark wachsende Software-Sparte, für die einzelnen Consulting-Themen, die sich ständig erneuern. Wir hätten darauf auch verzichten können, ebenso wie auf Schulungen. Wenn wir unsere Mitarbeiter aber ausgepreßt hätten wie die Zitronen, um schöne Quartalsergebnisse zu erzielen, dann hätten wir das Unternehmen irgendwann an die Wand gefahren.

Wie sind die Aussichten für realTech?

Neben unserem Consulting-Bereich wollen wir die Entwicklung eigener Software verstärken. Das ist ein eigener Start-Up innerhalb der Firma. Wir finanzieren das ohne Venture Capital, aus eigener Kraft. Erste Produkte sind auf dem Markt, im nächsten Jahr wollen wir intensiv in den Vertrieb investieren.

Warum zahlt realTech so viel Steuern?

Weil wir die hohen Verluste in USA, Australien und England nicht mit den noch höheren Gewinnen in Deutschland, Italien oder Spanien verrechnen können. Die Rechnungslegung in den USA würde es uns erlauben, die Verluste mit zukünftigen Gewinnen gegenzurechnen. Dann könnten wir für dieses Jahr ein deutlich positives Ergebnis nach Steuern erzielen. Das wäre legal, aber wir würden uns besser stellen, als wir sind. Und die Verlustvorträge gehen ja nicht verloren.

War der Emissionskurs zu hoch?

Nein. Wir haben damals eine ehrliche Planung gemacht. Wenn wir zwei Jahre zurückgehen, würden wir wahrscheinlich die gleiche Planung machen, weil wir keinen Grund zu der Annahme hätten, daß die Dinge anders laufen. Die Börsenstimmung war damals sehr euphorisch. Zu diesem Zeitpunkt war das ein gerechtfertigter Ausgabekurs. Heute würden wir diesen Kurs nicht erzielen können. Unser Ziel ist es, den Ausgabekurs wieder zu erreichen.

Das wäre aus heutiger Sicht fast eine Verfünffachung des Kurses. Wie wollen Sie das erreichen?

Das ist nur möglich, indem wir konstant und konsequent eine in sich schlüssige Geschäftsstrategie voranbringen und die Ergebnisse verbessern. Für das nächste Jahr planen wir einen Umsatz von knapp über 60 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 1,6 Millionen Euro. Unsere Rendite wird in Zukunft mit dem Erfolg unserer eigenen Produkte wachsen.

Ihre Vision?

Wir bringen E-Commerce zum Laufen. Die komplexe Technologie des elektronischen Handels muß in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Da kommt ein riesiger Markt auf realTech zu. Wir glauben an den SAP-Markt und konzentrieren uns auf mySAP.com. Das ist für uns keine Revolution, alles, was wir bisher gemacht haben, wird nur noch wichtiger werden.

Rhein-Neckar-Zeitung, 23.11.2000 - von Thomas Veigel

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realTech startet in Argentinien

Vertriebsbüro ermöglicht direkte Kundenbetreuung auf dem südamerikanischen Markt

Walldorf, 22. November 2000.
Die realTech AG, führender Anbieter von Technologieberatung, Software-Solutions und Hosting komplexer e-Commerce-Umgebungen, hat ein Vertriebsbüro in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eröffnet. Zum Leistungsportfolio zählen Marketing und Vertrieb von Technologie Consulting, Hosting Dienstleistungen sowie ERM-Softwarelösungen für SAP-Kunden in Argentinien, Uruguay und Chile. Seit 1. September betreut realTech in diesen drei Ländern Kunden und Projekte künftig direkt vor Ort. Die spanische Tochtergesellschaft realTech System Consulting S.L., Madrid, verantwortet und koordiniert das neue Vertriebsbüro.

In den drei südamerikanischen Ländern profitieren SAP R/3-Kunden von der räumlichen Nähe der technischen Berater und ihrer langjährigen Erfahrung im SAP- und mySAP.com-Umfeld. Bei längeren Projekten stehen darüber hinaus Mitarbeiter aus Spanien zur Verfügung. Potenziellen Kunden ermöglicht das neue Vertriebsbüro, auf SAP-Spezialisten zurückzugreifen. realTech verfügt in der südamerikanischen Region bereits über einen festen Kundenstamm. Hierzu zählen neben multinationalen Konzernen wie DaimlerChrysler und Ericsson die spanischen Firmen Telefonica, Edesur-Edenor (Endesa) und YPF (Repsol).

In der von realTech Argentinien betreuten Region gibt es über 200 Unternehmen mit SAP R/3-Installationen. Hier ist in den nächsten Jahren mit einer gesteigerten Nachfrage an technischer Beratung zu rechnen. Mit zunehmender strategischer Bedeutung erfolgreicher e-Business-Strategien können viele SAP-Kunden die wachsenden Anforderungen an ein modernes System-Management im Umfeld von mySAP nicht mehr alleine bewältigen. Der Marktanteil der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware SAP R/3 in Argentinien und Chile beträgt 29 beziehungsweise 27 Prozent. Das Marktvolumen für ERP-Software belief sich in 1999 auf etwa 100 Millionen US-Dollar für diese Länder. Für Lateinamerika insgesamt erwarten Experten überdies ein jährliches Wachstum von 10 Prozent.

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realTech steigert Umsatz in den ersten neun Monaten um 61 Prozent

Produktgeschäft weiter ausgebaut / EBIT erreicht nach drei Quartalen 1,4 Mio. Euro

Walldorf, 15. November 2000.
Die realTech AG, führender Anbieter von Technologieberatung, Software-Solutions und Hosting komplexer eCommerce-Umgebungen, hat nach neun Monaten den Umsatz der vergleichbaren Vorjahresperiode um 61 Prozent übertroffen. In den ersten drei Quartalen 2000 erzielte realTech einen Umsatz von 31,7 Mio. EURO im Vergleich zu 19,7 Mio. EURO im Vorjahr.

Der EBITDA lag nach neun Monaten des laufenden Jahres bei 3,7 Mio. EURO. Der EBIT erreichte 1,4 Mio. EURO. In den ersten neun Monaten 1999 erwirtschaftete realTech ein EBITDA von 3,6 Mio. EURO und ein EBIT von 3,1 Mio. EURO. Im 3. Quartal wurde ein EBIT von 179 Tsd. EURO erzielt. Ohne Berücksichtigung des Ertrages aus dem Verkauf der Anteile an der IT-GO! GmbH im 2. Quartal 2000 konnte somit der seit drei Quartalen anhaltende Trend eines sinkenden EBIT gestoppt werden.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 30. September 2000 auf 490 gegenüber 369 Mitarbeitern zum Jahreswechsel.

Software-Lösungen verzeichnen hohe Nachfrage Einen signifikanten Anteil an der positiven Geschäftsentwicklung hatte das Produktgeschäft. Der Umsatz mit von realTech entwickelten Softwarelösungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 305 Prozent auf 3,7 Mio. EURO. Am Gesamtumsatz ist der Verkauf von Software-Produkten mit zwölf Prozent beteiligt, im Vergleich zu fünf Prozent im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 3,8 Prozent vom Umsatz entsprechend 1,2 Mio. EURO. Der starke Anstieg resultiert insbesondere aus der Entwicklung neuer Software-Versionen wie beispielsweise einer Software für komfortable Web-basierende Lösungen zur effizienten Steuerung von Geschäftsprozessen.

Für das Gesamtjahr 2000 erwartet der Vorstand bei einem EBIT von etwa 2,1 Mio. EURO einen durch organisches Wachstum gestiegenen Umsatz von etwa 42,4 Mio. EURO im Vergleich zu 28,9 Mio. EURO im Vorjahr.

Ausblick 2001 Für das Jahr 2001 ist ein Umsatzwachstum auf 61,8 Mio. EURO geplant. Dies entspricht einer Erhöhung von 46% oder 19,4 Mio. EURO im Vergleich zum erwarteten Umsatz des laufenden Jahres.

Das stärkste Umsatzwachstum erwarten wir mit mehr als 100% auf 9,7 Mio. EURO im Unternehmensbereich Softwarelösungen. Dieser trägt dann 16% zum Gesamtumsatz bei gegenüber noch 11% in 2000.

Dabei wird ein EBITDA in Höhe von 6,2 Mio. EURO und ein EBIT von 1,6 Mio. EURO erwartet. Besonders die Bereiche Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung sollen weiter ausgebaut werden, um das Geschäft mit eigenen Softwarelösungen voranzutreiben.

Geplant ist, unsere Mitarbeiterzahl bis zum Jahresende 2001 auf rund 740 zu erhöhen.

Der seit Februar 2000 erkrankte Vorstandssprecher Markus Adam, Gründungsmitglied der realTech AG, wird seine Tätigkeit im Unternehmen nicht wieder aufnehmen können. Er verläßt die realTech AG mit Wirkung zum 1.12.2000. Daniele Di Croce, CFO des Unternehmens, übt bis auf weiteres die Funktion des Vorstandssprechers aus.

Download 9-Monats-Bericht 2000

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realTech schließt Übernahme von Globe ab

Akquisition stärkt das Produktgeschäft / Technologie von Globe als Basis intelligenter Überwachungs-Software


Walldorf, 16. Oktober 2000.Die realTech AG komplettiert die Akquisition des Entwicklungs- hauses Globe Technology GmbH mit Sitz in Sandhausen bei Walldorf. Seit September 1999 hält der führende Anbieter von Technologieberatung, Software-Solutions und Hosting komplexer eCommerce Umgebungen 51 Prozent der Geschäftanteile an Globe. Mit Wirkung zum 1.10.2000 übernimmt realTech die übrigen 49 Prozent an dem Spezialisten für internet-basierende Workflow-Lösungen. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Mit der Übernahme verfolgt realTech das Ziel, den Umsatzanteil im Produktgeschäft in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen.

Durch die Integration der von Globe entwickelten Lösung "Enter-prise Task Manager" (ETM) in die eigene Produktfamilie festigt realTech seine führende Position als Software-Anbieter im Seg-ment Enterprise Resource Management (ERM). Der ETM ist be-reits heute in die ERM-Produkte von realTech integriert und auch Basis des neuen Produktes ETM/HelpDesk für Call-Center. Künftig stellt die Lösung eine Basiskomponente aller realTech-Produkte dar. Sie bietet eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche, um über Intranets die Aufgaben von Mitarbeitern zu verwalten: Anwender erhalten jeder Zeit Aufstellungen ihrer persönlichen Tätigkeiten, Nachrichten und Termine.

ETM Helpdesk unterstützt Callcenter Die erste konkrete Produkt-Komponente von realTech auf Basis der ETM-Technologie ist ETM Helpdesk, eine Lösung für eine schnellere und effektivere Betreung von Kunden. Die Software unterstützt Kundenberater in Unternehmen dabei, über Hotlines oder Helpdesks eingehende Anfragen zu bearbeiten und zu koor-dinieren. Geschäftsprozesse von Support-Abteilungen oder Call-Centern lassen sich direkt in ETM Helpdesk abbilden.

"Die ETM-Technologie ist eine Kernkomponente unserer zukünfti-gen Software-Management-Produkte. Wir wollten die Weiterent-wicklung dieser Technologie komplett in den eigenen Händen haben, um unseren Vorsprung bei intelligenter Kontroll- und Überwachungs-Software auszubauen", betont Dr. Rudolf Caspary, Managing Director Product Development, realTech AG.

"Das Umsatzvolumen für Kontroll- und Überwachungs-Systeme Systeme beläuft sich bereits heute auf mehrere Milliarden Mark. Im Zeitalter des eCommerce wächst der Markt rasant, da die Stabilität von Systemen zum entscheidenden Faktor beim Vertrieb über das Internet wird", erläutert Daniele DiCroce, Vorstand der realTech AG.

realTech AG Die realTech AG hat sich spezialisiert auf Technologie-Consulting, Hosting von SAP- und eCommerce-Lösungen sowie Software- entwicklung für das Applikations- und Systemmanagement. Führend ist der Walldorfer IT-Dienstleister in der technischen Beratung zum Betrieb von SAP-Systemen und deren Kompo-nenten, mit Fokus auf mySAP.com. In seinem hochmodernen Rechenzentrum betreibt realTech für seine Kunden komplette ERP- und eCommerce-Systemlandschaften. Ein weiterer Geschäfts- bereich entwickelt innovative Software-Produkte mit deren Hilfe sich komplexe Anwendungen wie mySAP.com effizient überwachen und verwalten lassen.

Das Unternehmen wurde 1994 in Walldorf bei Heidelberg gegründet und ist seit dem 26. April 1999 am Neuen Markt notiert. Heute verfügt realTech über fünf Geschäftsstellen in Deutschland sowie Niederlassungen in den USA, Italien, Australien, Neuseeland, Großbritannien, Singapur und Spanien. Im Jahr 1999 erzielte der Konzern einen Umsatz von 28,9 Mio. Euro und einen EBIT von 3,97 Mio. Euro. Zum 30. Juni 2000 beschäftigte das Unternehmen weltweit 446 Mitarbeiter.

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realTech stellt Weichen für die Zukunft

Neuer Vorstand Marketing und Vertrieb steht für globale Ausrichtung und neue Geschäftsfelder.

Walldorf, 3. Juli 2000.
Die realTech AG, Walldorf – führender Anbieter von Technologieberatung, Software Solutions und Hosting komplexer Internet- und eCommerce-Umgebungen – erweitert den aus den vier Firmengründern bestehenden Vorstand um ein weiteres Mitglied. Roland Weishaupt (40) verfügt über mehr als 15 Jahre Marketing- und Vertriebserfahrung bei international renommierten IT-Unternehmen. Ab 1.7.2000 zeichnet er weltweit für den Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten der realTech AG verantwortlich.

"Mit unserer Entscheidung für Roland Weishaupt haben wir einen bedeutenden Schritt in der strategischen Entwicklung unseres Unternehmens realisiert", erklärt Daniele Di Croce, Mitgründer und CFO (Chief Financial Officer) der realTech AG. "Wir freuen uns sehr, einen so kompetenten und profilierten Manager für die Umsetzung unserer Globalisierungsstrategie gewonnen zu haben."

Vor seinem Wechsel zu realTech war Roland Weishaupt Geschäftsführer Sales und Partnermanagement der abaXX Technology GmbH, Stuttgart, einem jungen start-up Unternehmen im Bereich e-business-solutions. Davor bekleidete er zahlreiche leitende Positionen im nationalen und internationalen Sales und Marketingbereich, zuletzt als Director International Sales bei Brokat Infosysteme AG, Stuttgart. Hier zeichnete er verantwortlich für die Neustrukturierung der weltweiten Vertriebsregionen und die Entwicklung internationaler Geschäftsbeziehungen mit den Schwerpunkten Asien, Afrika und Europa. Als Mitglied der Geschäftsleitung der Origin Deutschland GmbH, Hamburg, forcierte er u.a. maßgeblich den Unternehmensmerger von Philips C&P und Origin im Bereich Vertrieb und Accountmanagement.

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit bei realTech sieht Weishaupt im konsequenten Ausbau des Kerngeschäfts. Für die realTech Software Produkte zum Management komplexer IT-Landschaften sollen sowohl der eigene Vertrieb ausgebaut als auch weitere strategische Vertriebspartnerschaften etabliert werden. „Neben unserer Marktführerschaft in der technologischen R/3-Beratung, die auch zukünftig im Fokus unserer Aktivitäten liegt, werden wir konsequent unser Portfolio in Richtung Hosting und Softwarelösungen vorantreiben, um unseren Kunden auch langfristig stabile Partnerschaften zu bieten“, so Roland Weishaupt zur zukünftigen Strategie der realTech AG.

Gleichzeitig mit der Bestellung von Weishaupt zum Vorstand baut realTech die mittlere Führungsebene weiter aus, um globales Wachstum und die Etablierung wachstumsstarker Geschäftsbereiche über neue Führungsstrukturen zu forcieren. Dr. Rudolf Caspary, vorher zuständig für den Bereich Datenbankentwicklung bei der SAP AG, übernimmt die Leitung der gesamten Produktentwicklung von realTech. Er wird die Softwarelösungen für das Management komplexer IT Systemlandschaften zu einer integrierten Produktsuite für mySAP.com Umgebungen and SAP marketplaces zusammen führen und architektonisch voran treiben. Christopher Schmitt wird das Dienstleistungsangebot in Richtung eCommerce und mySAP.com forcieren. Kunden, die ihre bestehenden Infrastrukturen in Richtung Internet ausbauen, profitieren von realTech´s Know-How und marktführender Position im technologischen R/3 Consulting. Im Bereich Corporate Marketing hat realTech mit Uwe Krüger einen erfahrenen Spezialisten gefunden, der die weltweiten Marketing-Aktivitäten koordinieren und harmonisieren wird. Über eine vollkommen neue, nutzenorientierte Kommunikation, eine einheitliche Sprache und die konsequente Umsetzung von CI und CD wird der Bekanntheitsgrad von realTech im Markt und der Wert der Marke realTech gesteigert.

"Mit unseren ‚human acquisitions‘ haben wir die Weichen auf Erfolg gestellt. Roland Weishaupt verfügt über die besten Voraussetzungen, um unsere Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen und unser Unternehmen in die nächste Wachstumsphase zu führen. Unsere starken Investitionen in Führungskräfte, die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf die drei Säulen Consulting, Solutions und Hosting sowie die konsequente Umsetzung unserer Marketingaktivitäten werden sich noch in diesem Jahr im Umsatz bemerkbar machen", so Di Croce weiter.

Der seit Februar erkrankte Sprecher des Vorstandes, Markus Adam, wird voraussichtlich nicht vor Anfang nächsten Jahres seine operativen Tätigkeiten wieder aufnehmen können. Die Aufgabe des Vorstandsprechers übernimmt bis auf weiteres Daniele Di Croce.

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