Unternehmensinterne IT-Abteilungen sind einem permanenten Innovations- und Kostendruck ausgesetzt. Interne und externe Kunden fordern flexible und kurzfristig abrufbare Serviceleistungen, die anschließend effizient und kostengünstig zu erbringen sind.
Auf neue Anforderungen der Kunden antworten Soft- und Hardware-Hersteller mit unterschiedlichen Ansätzen, die im Idealfall verbreitete Standards unterstützen: Themen wie Enterprise SOA von SAP oder Virtualisierung, letzteres getrieben von den Hardware-Herstellern, sind zwei Beispiele für aktuelle Innovationen. Diese Technologien sollen die Handlungsfähigkeit der Anwenderunternehmen sichern, trotz einer Vervielfachung von Komponenten und Systemen innerhalb der IT-Infrastruktur.
Die Mehrzahl der SAP-Kunden steht vor der Frage, wie sie sich den vielfältigen Neuerungen nähern sollen. Gesucht ist ein übergreifender Ansatz, mit dem sich neue Technologien und Methoden so einsetzen lassen, dass sich die eigene Unternehmensleistung verbessert. REALTECH hat hierzu unter dem Titel IT-Navigation eine Methode entwickelt, die eine Vielzahl der aktuellen IT-Themen adressiert und diese in eine ganzheitliche IT-Strategie überführt.

Im Mittelpunkt der IT-Navigation steht eine flexible und effektive IT, die auf Standards aufbaut.
Bisherige Konzepte greifen nicht mehr
Die Mehrzahl der SAP-Kunden verfügen über Systemlandschaften auf dem Release-Stand SAP 4.6C. Der Betrieb dieser Infrastruktur ist ausgerichtet auf die Betreuung individueller Systeme, da Geschäftsprozesse im Regelfall innerhalb eines isolierten Moduls ablaufen. Zusätzlich zu den zentralen Einheiten haben einige Kunden jedoch bereits SAP NetWeaver-Bausteine eingeführt. Dadurch vervielfacht sich die Zahl der zu verwaltenden SAP-Komponenten. Geschäftsprozesse verteilen sich in dieser Konstellation stärker auf unterschiedliche Komponenten. Dennoch erfolgt das Management dieser Systeme meist noch nach historisch gewachsenen IT-Prozessen. Aus dieser Entwicklung heraus ergibt sich eine interessante Situation: Insbesondere erfahrene IT-Abteilungen, die ihre Service- und Support-Prozesse auf Basis jahrelanger eingespielter Abläufe strukturiert haben, müssen nun feststellen, dass diese nicht oder nur unzureichend den Anforderungen neuer Anwendungslandschaften gerecht werden.
Mehrwert der IT aufzeigen
Wer seine IT-Services bereits an Standards wie ITIL oder CobiT ausgerichtet hat, ist bei der Einführung neuer Systeme im Vorteil. Mittelständischen Unternehmen ist allerdings der Implementierungsaufwand dieser Standards häufig zu groß: Diese Betriebe bilden nur vereinfachte Prozesse ab, um so die individuellen Anforderungen abzudecken. Dies ist ein zentraler Aspekt und wird dementsprechend auch von dem Konzept IT-Navigation besonders berücksichtigt, denn die zu entwickelnde IT-Strategie muss sich an den Ansprüchen der im Unternehmen vorhandenen Prozesse orientieren. Gleichzeitig sind die notwendigen Vorraussetzungen zu schaffen, um einen gesicherten und reaktionsschnellen Betrieb aktueller und zukünftiger IT-Landschaften sicherzustellen. Dies ist oftmals auch mit der Anpas-sung organisatorischer Strukturen in der IT-Abteilung verbunden. Zum einen, um die Schnittstellen zum Geschäftsbereich zu verbessern und zum anderen, um die Anforderungen für den technischen Betrieb richtig zu gestalten. Dies geht einher mit einer stärkeren Positionierung der IT im Unternehmen. Der IT-Verantwortliche ist daher gefordert, den Mehrwert seiner Leistungen für die Geschäftsentwicklung darzustellen und darüber hinaus die Services verursachergerecht, entsprechend dem tatsächlichen Aufwand abzurechnen.
Monitoring von Geschäftsprozessen
Im Bereich IT-Betrieb stellt sich die Frage nach einem ganzheitlichen Monitoring-Ansatz (End-to-End– oder E2E-Monitoring) und nach geeigneten Methoden zur Performance-Analyse. In der Praxis gestaltet es sich schwierig, die für die Störung bzw. schlechte Performance des Geschäftsprozesses verantwortlichen IT-Komponenten zu identifizieren. Durch die hohe Vernetzung der Applikationen untereinander ist es für den Anwender im Falle einer Störung kaum möglich, die Fehlerquelle präzise zu lokalisieren. Die IT ist demnach gezwungen, ihre Blickweise der des Anwenders anzupassen und somit geschäftsprozessorientiert zu denken und zu handeln. Eine Vielzahl von eigenständigen Monitoring-Tools für die Produkte der verschiedenen Hersteller erschwert diese Aufgabe. Selbst wenn die Störungsmeldungen erfolgreich zusammengeführt wurden, sind anschließend aus der eingehenden Datenflut noch die zur Fehlerbehebung relevanten Meldungen durch Korrelation zu identifizieren.
Eine herkömmliche IT braucht viel Zeit um Meldungen zwischen einzelnen Verantwortungsbereichen hin und herzuschieben. Dies führt zu hohen Bearbeitungszeiten und letztlich zum Ausfall von betrieblichen Prozessen. Um dies zu vermeiden, sollten Betriebe ein prozess-orientiertes Monitoring einführen, welches alle Systemkomponenten abdeckt und Abhängigkeiten zwischen den Ereignissen aufdecken kann. Eine Software-Lösung die diese Anforderungen abdeckt, ist beispielsweise theGuard! Business Process Management von REALTECH. Die Lösung ermöglicht die vollständige Überwachung einer IT-Infrastruktur – angefangen von Hardwarekomponenten bis zu Applikationen und einer umfassenden SAP-Anwendungslandschaft. Mit der Monitorlösung ist es zum Beispiel möglich, Antwortzeiten einzelner SAP-Transaktionen zu überwachen.

Kombinierte Überwachung von IT Komponenten und Business Prozessen
Dynamische Infrastruktur
Im Bereich der IT-Infrastruktur bestehen die zukünftigen Herausforderungen vor allem darin, schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können. Dies sind beispielsweise zusätzliche Systeme bzw. steigende Anwenderzahlen. Den Unternehmen wurde in den letzten Jahren mittels Konsolidierung und Optimierung einiges an Verbesserungspotenzial ange-boten. Kunden, die nicht auf eine dynamische Infrastruktur umgestellt haben, wechseln nun auf virtualisierte Infrastrukturen und erreichen Einsparungen durch verbesserte Kapazitätsausnutzung bei gleichzeitig hoher Flexibilität im Betrieb. In diesem Bereich geht die Entwicklung große Schritte, was den Umgang mit Applikationen hinsichtlich dynamischer Anpassung an Lastanforderungen und optimierter Systemauslastung weiter verbessern wird.
Applikationsentwicklung
Ein weiteres übergreifendes Thema ist das Change Management innerhalb komplexer Systemlandschaften. Neue Technologien und Methoden machen erheblich mehr Koordinations- und Testaufwand notwendig. Erschwert wird diese Situation dadurch, dass auf Grund der Dynamik in der Produktentwicklung ein kürzerer Wartungszyklus für das Einspielen von Support Packages gefordert wird. Dies vervielfacht den Gesamtaufwand in den operativen Bereichen des Betriebs, sowie in den Fachbereichen und Entwicklungsabteilungen. Da die Notwendigkeit der verkürzten Wartungszyklen den Gesamtaufwand bestimmt, gilt es in den betroffenen Bereichen die Prozesse zu optimieren. In der REALTECH IT-Navigation werden an dieser Stelle mehrere Themen zusammengeführt. Die Fachbereiche können bei der Durchführung von Abnahmetests mit automatisierten Testabläufen entlastet werden. Gleichzeitig erhöht sich die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Tests. Das Change-Management, die Entwicklungsabteilungen und der Support erhalten durch integrierte Werkzeuge für Support, Change Management und Configuration Management einen genaueren Überblick über die Konfiguration aller Systeme, deren Konfigurations-Historie und den damit verknüpften Change Requests bzw. Support Incidents und Issues. Diese Integration auf Ebene der IT-Werkzeuge spiegelt letztendlich die Integration der Geschäftsprozesse auf der verteilten Infrastruktur wider. Ohne diese Zusammenführung verursachen auch hier die komplexen Systemlandschaften eine Vervielfachung des Arbeitsaufwandes.
Angst vor Überforderung
Mit der wachsenden Zahl von Systemkomponenten und der immer komplexeren Vernet-zung der Systeme untereinander, verlieren viele IT-Abteilungen mehr und mehr an Handlungsfähigkeit. Dies hat zur Folge, dass IT-Verantwortliche geradezu paralysiert vor neuen Projektanforderungen stehen und sich fragen, wie sie denn zur bereits bestehenden hohen Arbeitslast diesen zusätzlichen Anforderungen gerecht werden sollen.

IT-Navigation als Möglichkeit die Lieferfähigkeit der IT zu sichern
Lösungsweg SOA
Das Konzept einer serviceorientierten Architektur basiert auf standardisierte Schnittstellen und wiederverwendbaren Services. Die Architektur verspricht schnelle Handlungsfähigkeit in der Entwicklung neuer Geschäftsprozesse. Um nun auf dem Weg zu ESOA möglichst frühzeitig dem Zustand der Paralyse gegensteuern zu können, bietet die Methode IT-Navigation entsprechende Hilfsmittel an, für den Ausstieg aus dem Abstieg.

IT-Navigation optimiert den wachstumsorientierten und kostenbewussten Ansatz
Technologie-Dschungel
Vielerorts werden Optimierungs- und Konsolidierungsprojekte aufgrund akuter Anforderungen durchgeführt. Beispielsweise wird ein Austausch der Hardware fällig oder eine Systemzusammenführung wird aus betriebswirtschaftlichen oder Kosteneinsparungsgründen vorgenommen. Dabei wird versäumt, rechtzeitig eine vorausschauende IT-Strategie zu definieren, die solche Aktionen frühzeitig planbar macht. Oftmals aus dem Grund, dass der Gesamtthemenkomplex sehr umfangreich ist und der IT-Verantwortliche nicht eindeutig bestimmen kann, mit welchen Aktivitäten gestartet werden soll und welche Themen folgen. Verständlich ist dies aufgrund der inflationären Themenvielfalt, die Hardware- und Softwarehersteller vermarkten.

Themenorientierte Konzepte führen zu einer gesamtheitlichen IT-Strategie
Next Generation CIO
Die Herausforderungen für den CIO der nächsten Generation bestehen darin, aus der reaktiven in eine aktive Rolle zu schlüpfen und eine für seine IT passende Strategie zu entwickeln. Die Vorgehensweise von REALTECH thematisiert gezielt alle Bereiche der IT und hat eine mit dem Kunden abgestimmte Priorisierung der einzelnen Themen zum Ziel. Für SAP-Kunden besonders interessant ist, dass die spezifischen Anforderungen für SAP NetWeaver und eine zukünftige Enterprise SOA in besonderem Maße Berücksichtigung finden.
Autor: Christoph Passon, Leitung IT-Navigation Team
Kontakt: customer-services@realtech.com




